
Ananas-Agua fresca (frisches Ananasgetränk)
Ananas-Agua fresca abgeseiht, glatt und auf Eis serviert

Beim Mixen geht es weniger um den Geschmack als um die Konsistenz. Aus denselben Zutaten können je nach Gerät, Flüssigkeitsmenge und Mixdauer ein grobes Püree, eine samtige Suppe, ein löffelfester Dip oder ein trinkbarer Smoothie entstehen.
Da das Mixen selbst schnell geht, fallen die wichtigsten Entscheidungen vorher: Wie fein soll das Ergebnis werden, müssen die Zutaten heiß sein und ist die Mischung flüssig genug, um sich um die Messer zu bewegen?
Bei diesen Rezepten werden Zutaten mechanisch zerkleinert und gleichmäßig verteilt. Das Ergebnis kann vollkommen glatt sein, etwa bei pürierten Suppen und Saucen, oder bewusst grob bleiben, wie bei Salsa, Pesto und manchen Dips. Beim Mixen können sich außerdem Zutaten auf Öl- und Wasserbasis zu einer stabilen Emulsion verbinden, etwa für ein Dressing oder eine Sauce.
Mixen bedeutet nicht automatisch, dass ein Gericht ohne Kochen auskommt. Viele Rezepte beginnen mit angeschwitzten Würzzutaten, geröstetem Gemüse oder gekochten Hülsenfrüchten, die anschließend für die gewünschte Konsistenz püriert werden. Ebenso wenig muss das Ergebnis völlig glatt sein. Manche Zutaten werden nur kurz mit der Impulsfunktion zerkleinert, damit Biss erhalten bleibt und Kräuter oder Nüsse nicht zu einer Paste werden.

Ananas-Agua fresca abgeseiht, glatt und auf Eis serviert

Reisnudeln in Chili-Erdnusssoße mit knackigem Gemüse.

Gekühlter Mango-Lassi mit Joghurt, Milch und Kardamom

Ein cremiger Smoothie aus Kokosmilch und Pandan mit Banane.

Gekühltes grünes Gazpacho mit Avocado, Spinat und Gurke

Cremiges griechisches Schälerbsenpüree mit Zitrone und Kapern
Ein Standmixer ist auf feine Ergebnisse ausgelegt. Er erzeugt einen kräftigen Strudel, der die Zutaten zu den Messern zieht, und eignet sich deshalb für Suppen, Smoothies und samtige Saucen. Mit einem Stabmixer lässt sich direkt im Topf oder in einer Schüssel pürieren. Das spart Abwasch und erleichtert es, bei einer noch leicht stückigen Konsistenz aufzuhören. Eine Küchenmaschine zerkleinert eher, als dass sie verflüssigt. Sie passt daher zu dickeren Mischungen wie Dips nach Hummusart, Nussmus und grobem Relish.
Für kleine Mengen sind ein Stabmixer oder der kleine Behälter einer Küchenmaschine oft besser geeignet als ein großer Mixbecher, an dessen Wänden sich die Zutaten nur verteilen würden.

Smoothie aus Banane, Tahini und Datteln mit Vollmilch.

Säuerlicher Rhabarber-Erdbeer-Smoothie mit Joghurt und Milch.

Sättigender Birnen-Hafer-Smoothie mit Joghurt und Zimt.

Sizilianische Pasta mit Tomaten-, Basilikum- und Mandelpesto

Gekühltes Kokos-Reis-Getränk mit Zimt und Vanille

Schwarze Rindfleischsuppe mit Keluak

Vegane Schokomousse aus Avocado, Kakao und Ahornsirup

Cremige Brokkolisuppe mit Stilton und Schlagsahne (mind. 35% Fett)

Hähnchen in cremiger Chipotle-Tomatensauce geschmort

Tortillas in Tomatensoße mit gezupftem Hähnchen gefüllt

Hähnchen mit oaxakanischem Mole Negro und Sesam

Maistortillas in schwarzer Bohnensoße mit Queso fresco
Für eine samtige Konsistenz eignen sich Rezepte mit ausreichend Flüssigkeit, damit sich die Masse um die Messer bewegen kann. Hilfreich sind außerdem Angaben zur Mixdauer oder sichtbare Merkmale wie „vollkommen glatt“. Besonders bei faserreichem Gemüse wird die Masse mitunter zusätzlich passiert.
Für dicke, löffelfeste Mischungen sorgen häufig gekochte stärkehaltige Zutaten wie Kartoffeln, Bohnen und Linsen oder Nüsse und Samen. Sind solche Massen zu trocken, können sie fest werden und sich nicht mehr bewegen. Flüssigkeit wird deshalb oft schrittweise zugegeben. Für ein grobes, strukturiertes Ergebnis wählen Sie Rezepte mit Impulsfunktion. Empfindliche Zutaten wie Kräuter kommen erst zum Schluss hinzu, damit sie nicht zerquetscht werden und bitter schmecken.
Am häufigsten zirkuliert die Masse nicht. Meist ist sie zu dick oder die Menge für das Gefäß zu klein. Geben Sie einen Schuss Flüssigkeit hinzu, streifen Sie die Seiten ab oder wechseln Sie zu einem kleineren Gefäß. Auch zu langes Mixen ist problematisch: Pesto kann eine unansehnliche dunkle Farbe annehmen, manche Gemüsesorten schmecken herber und in Saucen kann zu viel Luft gelangen.
Seien Sie mit heißen Flüssigkeiten in geschlossenen Mixbechern vorsichtig. Dampf dehnt sich schnell aus und kann den Deckel hochdrücken. Heiße Mischungen werden daher häufig portionsweise gemixt, wobei der Dampf entweichen kann. Ein Stabmixer verhindert ebenfalls, dass sich Druck aufbaut.
Die Küchenausstattung ist hier ein naheliegendes Auswahlkriterium, denn dasselbe Rezept verhält sich im Standmixer, mit dem Stabmixer und in der Küchenmaschine unterschiedlich. Auch der Schwierigkeitsgrad kann bei der Auswahl helfen: Manche Rezepte werden lediglich kurz gemixt und serviert, während andere sorgfältiges Emulgieren, schrittweises Zugeben oder den sicheren Umgang mit heißen Flüssigkeiten verlangen.

Knuspriges Schweineschnitzel mit cremiger Pilzsoße

Cremiger Hähncheneintopf mit Aji Amarillo, Walnüssen und Parmesan

Ganzes Brathähnchen in Joghurt-Tandoori-Marinade

Blattsalat mit warmem Ziegenkäse auf geröstetem Baguette

Räucherlachs mit Frühkartoffeln, Schmand und Dill

Reisschüssel mit schwarzen Bohnen, Mais, Paprika, Salsa und Avocado

Meeresfrüchte-Paella mit Garnelen, Miesmuscheln und Tintenfisch

Belgischer Rinderschmortopf mit dunklem Bier, mit Pommes serviert
In der Praxis soll Mixen meist ein glatteres, flüssigeres Ergebnis liefern, während eine Küchenmaschine dickere Zutaten eher zerkleinert und vermengt. Die Einsatzbereiche überschneiden sich, doch entscheidend sind das Gerät und die gewünschte Konsistenz.
Die Masse ist meist zu dick oder zu trocken oder die Menge ist für den Mixbecher zu klein. Geben Sie nach und nach Flüssigkeit hinzu, schalten Sie das Gerät zum Abstreifen der Seiten aus oder verwenden Sie ein kleineres Gefäß beziehungsweise einen Stabmixer.
Garen Sie die Zutaten vollständig weich, mixen Sie lange genug, damit die Fasern zerkleinert werden, und verwenden Sie ausreichend Flüssigkeit für eine gute Zirkulation. Für ein besonders feines Ergebnis wird die Suppe in manchen Rezepten zusätzlich passiert.
Ja. Zu langes Mixen kann bei manchen Zutaten Bitterstoffe freisetzen. Außerdem wird Luft eingearbeitet, wodurch Aromen im Mund anders wahrgenommen werden. Die beim Mixen entstehende Wärme kann empfindliche Aromen ebenfalls leicht verändern.
Ein Standmixer eignet sich meist besser für sehr feine Konsistenzen sowie zum Zerkleinern von Eis oder faserreichen Zutaten. Ein Stabmixer ist besonders praktisch und ermöglicht es, rechtzeitig bei einer noch leicht stückigen Konsistenz aufzuhören.
Füllen Sie den Mixbecher nicht zu voll, lassen Sie Dampf entweichen und mixen Sie in kurzen Intervallen. Alternativ können Sie einen Stabmixer direkt im Topf verwenden. Dadurch vermeiden Sie, dass sich unter einem Deckel Druck aufbaut.
Sobald Sie sich zwischen fein, löffelfest und bewusst stückig entschieden haben, ergibt sich der Rest: Wählen Sie das passende Gerät, geben Sie genug Flüssigkeit hinzu, damit die Masse zirkuliert, und hören Sie auf, sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist. So bleiben die Aromen frisch und die Ergebnisse gleichmäßig.

