
Camotes Poblanos (Süßkartoffeln in gewürztem Sirup gegart)
Süßkartoffeln in gewürztem Sirup gegart

Pudding und Eiercremes sind beliebt, weil sie sich häufig vorbereiten und später ohne großen Aufwand servieren lassen. Entscheidend ist, wodurch das Dessert fest wird: Manche Cremes dicken auf dem Herd ein, andere stocken bei sanfter Hitze im Ofen und wieder andere werden erst beim Kühlen fest. Diese Methode bestimmt die Konsistenz, von gießfähiger Vanillesoße bis zu standfestem Pudding, und entscheidet darüber, wie gut sich das Dessert bis zum späteren Servieren hält. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, eine Variante auszuwählen, die zu Ihrem Zeitplan und zur gewünschten Konsistenz passt.
Eine Eiercreme wird durch Eier gebunden: Beim Erhitzen gerinnt das Eiweiß und dickt Milch oder Sahne zu einer glatten Soße oder einem gestockten Ofendessert an. Pudding ist ein weiter gefasster Begriff. Je nach Region und Rezept kann er ein mit Stärke wie Speisestärke, Reis oder Tapioka gebundenes Milchdessert, einen gedämpften oder gebackenen Pudding oder eine gekühlte, fest gewordene Creme bezeichnen.
In der Praxis ist vor allem wichtig, ob ein Rezept mit Eiern, Stärke oder beidem bindet. Eiercremes schmecken meist gehaltvoller und stocken bei schonender Zubereitung weich. Mit Stärke gebundener Pudding ist stabiler und weniger empfindlich. Die Stärke muss jedoch ausreichend erhitzt werden, damit sie vollständig bindet und der Pudding glatt und glänzend wird.

Süßkartoffeln in gewürztem Sirup gegart

Chilenischer gebackener Milchpudding mit karamellisierter, gebräunter Oberfläche

Seidiger gedämpfter Eierpudding mit Sojasauce, Sesamöl und Frühlingszwiebel

Seidiger chinesischer Eierpudding, gedämpft, mit Soja und Sesam

Vegane Kokos-Panna-Cotta mit Agar-Agar und Vanille

Moltebeeren unter leicht gesüßte Schlagsahne gehoben
Auf dem Herd zubereitete Eiercreme ist als gießfähige Soße gedacht und wird warm oder abgekühlt serviert. Sie reagiert empfindlich auf zu hohe Temperaturen: Dann können die Eier gerinnen und die Soße wird grisselig.
Im Ofen gegarte Eiercremes, darunter Desserts in Portionsförmchen und Varianten aus dem Wasserbad, brauchen länger. Dafür sorgt die gleichmäßige Hitze für eine zarte, leicht wackelnde Konsistenz.
Mit Stärke gebundener Pudding wird meist auf dem Herd gekocht, bis er sichtbar eindickt, anschließend portioniert und gekühlt. Er lässt sich in Gläsern, aus Förmchen gestürzt oder in einer großen Schüssel servieren. Manche Puddings verbinden beide Methoden: Eier sorgen für einen volleren Geschmack, Stärke für zuverlässige Bindung.
Reis- und andere Getreidepuddings bilden eine eigene Gruppe. Hier stammt die Bindung sowohl vom Getreide als auch von der Milch oder Sahne. Eine körnigere Konsistenz als bei einer glatten Eiercreme ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Karamell-Chocoflan mit Vanilleflan und Schokobiskuit

Gekühlte rote Grütze, mit Speisestärke gebunden

Bratäpfel aus der Heißluftfritteuse mit Zimt, braunem Zucker und Butter.

Moltebeeren unter leicht gesüßte Schlagsahne gehoben

Portugiesischer Milchreis mit Zimt, Eigelb und Zitronenabrieb

Gekühlte Passionsfruchtmousse mit Kondensmilch und Sahne

Seidiger chinesischer Eierpudding, gedämpft, mit Soja und Sesam

Chilenischer gebackener Milchpudding mit karamellisierter, gebräunter Oberfläche

Seidige Schoko-Cremes, gebacken und gekühlt bis löffelbar

Karotten-Halwa in Milch mit Ghee, Kardamom und Nüssen

Gedämpfter Suet-Pudding, gerollt mit Erdbeermarmelade

Spanischer Karamellpudding aus Ei, Milch und Vanille
Wenn das Dessert beim Servieren seine Form behalten soll, wählen Sie eine Variante, die gekühlt fest wird, etwa portionierten Pudding oder eine im Ofen gestockte Eiercreme. Für eine flüssigere Konsistenz eignet sich eine Eiercreme als Soße. Planen Sie sie zum Übergießen ein, statt zu erwarten, dass sie standfest wird.
Beachten Sie auch die Angaben zum Abkühlen. Eiercremes sollten oft langsam und schonend abkühlen, damit sie keine Flüssigkeit absondern. Mit Stärke gebundener Pudding muss dagegen meist zunächst richtig aufkochen, damit die Stärke bindet und er später im Kühlschrank fest wird.
Auch die Haut auf der Oberfläche spielt bei der Vorbereitung eine Rolle. In manchen Rezepten ist sie erwünscht. In anderen wird sie verhindert, indem Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche gelegt oder eine dünne Schicht Schlagsahne daraufgegeben wird.
Da die Grundmasse mild schmeckt, nehmen Pudding und Eiercremes Aromen gut an. Vanille, Zitrusschale, Kaffee und Schokolade sind Klassiker, weil sie Milch und Sahne aromatisieren, ohne die Konsistenz stark zu verändern.
Obst lässt sich auf zweierlei Weise verwenden: Als Kompott oder Püree kann es untergehoben werden, sodass sich das Dessert glatt löffeln lässt. Separat serviert bleibt die Creme glatt und das Obst behält seinen frischen Geschmack.
Häufig fehlt noch eine knusprige Komponente. Geröstete Nüsse, Krokant, Kekse oder eine karamellisierte Zuckerschicht bilden einen guten Kontrast zur weichen Creme. Warme Eiercreme passt besonders gut zu gebackenem Obst, süßen Aufläufen und Gebäck, da sie dort einziehen kann, statt daran abzugleiten.
Bei Pudding und Eiercremes lohnt sich ein Blick auf verschiedene Länderküchen, denn dieselben Techniken werden weltweit mit unterschiedlichen Gewürzen, Süßungsmitteln und Garnituren eingesetzt. Ebenso hilfreich ist die Zubereitungsart, wenn Sie im Ofen gestockte Eiercremes, auf dem Herd gerührte Varianten oder gekühlte Desserts miteinander vergleichen möchten, ohne die Grundidee zu verändern.

Knollensellerie-Rémoulade mit Senf-Zitronen-Mayonnaise

Hähnchen-Gemüse-Pie mit Mürbeteig

Steak-Sandwich mit Spiegelei, Bacon, Tomate und Mayonnaise

Gegrillte Masa-Fladen mit Bohnen und Nopales belegt

Gedämpfte Schweinepäckchen in Chili-Tomaten-Marinade

Gekühltes süßes Reisgetränk mit Zimt und Vanille

Langsam geschmortes Yucatán-Schweinefleisch in Maistortillas mit eingelegten Zwiebeln

Matcha-Castella-Biskuitkuchen mit Honig
Eier. Bei einer Eiercreme sorgen sie beim Erhitzen dafür, dass die Masse eindickt. Manche Rezepte enthalten zusätzlich Stärke, doch das entscheidende Merkmal sind die Eier.
Eiercreme kann gerinnen, wenn sie zu heiß wird oder die Eier nicht langsam an die Temperatur angeglichen werden. Sanfte Hitze und gleichmäßiges Rühren sorgen dafür, dass das Eiweiß glatt bindet, statt Klümpchen zu bilden.
Viele Stärkesorten entfalten ihre volle Bindekraft erst, wenn sie richtig köcheln oder kurz aufkochen. Bei zu geringer Hitze kann der Pudding im Topf dick wirken, beim Abkühlen aber wieder flüssiger werden.
Beim Abkühlen verbinden sich Eiweiß und Stärke an der Luft zu einer dünnen Haut. Wird die Oberfläche direkt abgedeckt, verdunstet weniger Flüssigkeit und es bildet sich seltener eine Haut.
Nicht immer. Ein Wasserbad mildert jedoch die Ofenhitze, sodass die Creme gleichmäßig und besonders zart stockt. Manche gebackenen Puddings sind ausdrücklich für die Zubereitung ohne Wasserbad vorgesehen.
Häufig ja. Das beste Vorgehen hängt davon ab, ob es sich um eine Soße oder eine gestockte Creme handelt. Viele Rezepte sind ausdrücklich darauf ausgelegt, das Dessert zu kühlen und später zu servieren. Andere schmecken kurz nach der Zubereitung am besten.
Überlegen Sie bei der Wahl zwischen Pudding und Eiercreme zuerst, ob Sie eine gießfähige Soße, eine weich gestockte Creme oder ein festes, gekühltes Dessert möchten. Daraus ergibt sich die passende Zubereitungsart.

