Hintergrundbild mit Rezepten
Küchenhelfer im Überblick

Schöpfkelle

Eine Schöpfkelle ist ein schlichtes, aber für eine klare Aufgabe bestimmtes Küchenutensil: Mit ihr lassen sich heiße Flüssigkeiten und fließfähige Mischungen sicher und in ungefähr gleich großen Portionen umfüllen. Sie kommt bei Suppen, Eintöpfen, Currys, Brühen, kräftigen Saucen sowie bei Teigen zum Einsatz, die portionsweise in eine Pfanne oder Form gegeben werden. Außerdem lässt sich damit gezielt aus unterschiedlichen Bereichen des Topfs schöpfen: knapp unterhalb der Oberfläche, um Schaum zu vermeiden, direkt von oben zum Abschöpfen oder vom Topfboden, um abgesunkene Zutaten zu erfassen. Richtig eingesetzt sorgt sie für einen saubereren Herd und gleichmäßigere Portionen.

Was eine Schöpfkelle ausmacht und was sie nicht ersetzt

Eine Schöpfkelle besteht aus einem tiefen Schöpfteil und einem langen Stiel. Sie ist für Flüssigkeiten und gießfähige Mischungen gedacht. Manche Modelle besitzen einen Ausguss zum gezielten Eingießen, andere sind rund geformt und eignen sich besonders gut zum Schöpfen. In Rezepten ist die Kelle vor allem dann wichtig, wenn heiße Flüssigkeit aus einem tiefen Topf umgefüllt oder eine Mischung wiederholt portioniert werden soll. Sie ersetzt weder einen Schneebesen zum Emulgieren noch einen Löffel zum Probieren und Abschmecken oder ein Sieb zum Abseihen. Fett und Schaum lassen sich damit zwar abschöpfen, mit einem Schaumlöffel oder einer Schaumkelle geht es jedoch oft leichter. In erster Linie dient die Schöpfkelle also zum Umfüllen und Portionieren.

Top-Rezepte in Schöpfkelle

So vermeiden Sie Kleckern und ungleiche Portionen

Wird die Kelle zu voll gefüllt, läuft Flüssigkeit außen hinunter und tropft auf den Topfrand. Schöpfen Sie deshalb nur so viel, wie sich sicher halten lässt, und bringen Sie die Kelle beim Ausgießen dicht an die Schüssel heran. Ein weiteres häufiges Problem entsteht, wenn sich Zutaten am Boden absetzen und vor dem Schöpfen nicht umgerührt wird. Bei Suppen mit Einlage oder Linseneintöpfen landen dann zuerst überwiegend Brühe und zuletzt fast nur feste Bestandteile in den Tellern. Kurzes Umrühren vor jeder Portion sorgt für eine gleichmäßige Verteilung. Schaben Sie mit der Kelle außerdem nicht kräftig über antihaftbeschichtete Flächen. Zum Lösen von Bratensatz oder starken Umrühren eignet sich ein Kochlöffel aus Holz oder Silikon besser. Die Kelle verwenden Sie anschließend nur zum Servieren oder Umfüllen.

Alle Rezepte in Schöpfkelle

Die passende Schöpfkelle auswählen

Bei dünnflüssiger Brühe oder klarer Suppe bietet eine kleinere Kelle mehr Kontrolle und vermindert Spritzer. Für dicke Eintöpfe, Chili oder breiartige Speisen eignet sich ein größeres Schöpfteil, damit nicht so häufig nachgenommen werden muss. Der Stiel sollte dabei stabil genug sein und sich unter dem Gewicht nicht durchbiegen. Eine Kelle mit Ausguss ist praktisch, wenn Gläser, Flaschen oder kleine Schalen mit schmaler Öffnung befüllt werden, weil sich die Flüssigkeit damit gezielter eingießen lässt. Wer häufig in hohen, tiefen Töpfen kocht, sollte auf einen ausreichend langen Stiel achten, damit die Hand Abstand vom Dampf hält. Fehlt eine Schöpfkelle, kann zum Umfüllen auch ein hitzebeständiger Messbecher dienen. Beim wiederholten Portionieren lässt sich damit allerdings weniger sauber arbeiten.

So finden Sie passende Rezepte

Die Kategorie Garmethode ist hier eine hilfreiche Ergänzung, denn Schöpfkellen werden besonders bei Zubereitungsarten mit viel Flüssigkeit verwendet, etwa beim Köcheln und Schmoren. Auch der Schwierigkeitsgrad gibt Orientierung: Bei manchen Rezepten dürfen die Portionen unterschiedlich groß sein, während andere für ein gleichmäßiges Garen möglichst genau dosiert werden müssen, zum Beispiel Pfannkuchen oder kleine Teigküchlein.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich zum Kochen von Suppe eine Schöpfkelle?

Zum Kochen selbst nicht, doch das Umfüllen und Servieren wird damit sicherer und sauberer. Alternativ können Sie vorsichtig einen hitzebeständigen Messbecher oder einen großen Löffel verwenden.

Warum wird meine Suppe beim Schöpfen trüb?

Durch starkes Umrühren oder Schaben über den Topfboden können abgesetzte Stärke und feine Schwebstoffe wieder in die Suppe gelangen. Soll die Portion klarer bleiben, lassen Sie den Topfinhalt kurz zur Ruhe kommen und schöpfen Sie vorsichtig knapp unterhalb der Oberfläche.

Lohnt sich eine Schöpfkelle mit Ausguss?

Sie erleichtert das Eingießen in schmale Gefäße und hilft dabei, den Rand von Schüsseln sauber zu halten. Zum gewöhnlichen Servieren in breite Suppenschalen genügt meist eine herkömmliche Schöpfkelle.

Kann ich Pfannkuchenteig mit einer Schöpfkelle portionieren?

Ja, damit lässt sich Teig gut in gleichmäßigen Mengen in die Pfanne geben. Wählen Sie die Kellengröße passend zum gewünschten Durchmesser der Pfannkuchen und gießen Sie den Teig dicht über der Pfanne aus, damit er nicht spritzt.

Welches Material eignet sich am besten für eine Schöpfkelle?

Metall ist stabil und für heiße Flüssigkeiten gut geeignet, kann aber Antihaftbeschichtungen zerkratzen. Silikon oder Nylon schont beschichtetes Kochgeschirr, gibt bei sehr dickflüssigen Speisen jedoch unter Umständen stärker nach.

Ein kleines Werkzeug mit klarer Aufgabe

Bei Rezepten mit einem tiefen Topf und einer heißen, gießfähigen Mischung ist die Schöpfkelle oft die sauberste Lösung, um den Inhalt vom Topf in die Schüssel zu befördern. Nutzen Sie sie zum Umfüllen und Portionieren und greifen Sie zum Rühren und Schaben zu einem anderen Küchenhelfer.