
Reis aus dem Tontopf (Hongkong-Reisauflauf)
Jasminreis aus dem Tontopf mit Hähnchen, chinesischer Wurst und Frühlingszwiebel

Ein Auflauf ist weniger ein einzelnes Rezept als eine Zubereitungsart: Die Zutaten werden in einer tiefen Form geschichtet oder vermischt und anschließend gebacken, bis die Mitte heiß und die Oberfläche gebräunt ist. Dieses Verfahren bestimmt sowohl den Zeitaufwand als auch das Ergebnis, vom saftigen Auflauf zum Auslöffeln bis zu festen, sauber geschnittenen Portionen. Wer einen Auflauf für einen arbeitsreichen Tag auswählt, sollte darauf achten, welche Zutaten vorgegart werden müssen, welche roh in die Form dürfen und wie die Oberfläche im Ofen werden soll.
Als Auflauf bezeichnet man eine breite Gruppe von Gerichten, die in nur einer Form im Ofen gegart werden. Häufig sorgt eine Soße oder eine bindende Zutat dafür, dass die Masse beim Backen fest wird. Bei manchen Aufläufen werden alle Zutaten vermischt, bei anderen geschichtet. Einige lassen sich mit dem Löffel servieren, andere in Stücke schneiden. Ein Auflauf muss weder langsam gegart noch schwer oder besonders aufwendig sein. Je nachdem, wie schnell die Zutaten garen und wie viel Flüssigkeit sie abgeben, kann er aus bereits gegarten Resten oder überwiegend rohen Zutaten zubereitet werden. Allerdings ist nicht jeder Auflauf mit einem einzigen Arbeitsschritt erledigt: Häufig werden zunächst Fleisch angebraten, Zwiebeln angeschwitzt oder eine schnelle Soße gekocht, bevor alles in den Ofen kommt.

Jasminreis aus dem Tontopf mit Hähnchen, chinesischer Wurst und Frühlingszwiebel

Gebackene Auberginen, gefüllt mit Tomate, Zwiebel und Knoblauch

Geröstete Auberginen mit würzigen Kichererbsen in Tomatensoße gefüllt

Cremiger Auflauf aus gesalzenem Kabeljau und Kartoffeln

Wurst-Eintopf in Cidre mit Lauch, Karotten und Äpfeln

Shepherd’s Pie mit Lammhack und cremigem Kartoffelpüree
Cremige, gebundene Aufläufe erhalten ihren Zusammenhalt durch eine dicke Soße, Eier, Käse oder eine stärkehaltige Grundlage. Sie lassen sich meist gut aufwärmen und nach einer kurzen Ruhezeit sauberer schneiden. Flüssigere, eintopfartige Ofengerichte werden häufig erst im Ofen eingekocht und gewinnen dabei an Geschmack. Das eignet sich besonders für zartes Gemüse und ein Ergebnis, das mit dem Löffel serviert wird. Bei geschichteten Gemüseaufläufen und Gratins sind gleichmäßig dünne Scheiben und eine konstante Hitze wichtig, damit die Mitte weich wird, bevor die Oberfläche zu stark bräunt. Eine Auflage bringt einen zusätzlichen Kontrast: Semmelbrösel, zerbröselte Cracker, Teig, Kartoffelpüree oder Käse ergänzen den weichen Inhalt um eine knusprige oder feste Schicht. Die Wahl beeinflusst auch die Garzeit, denn manche Auflagen benötigen nur zum Schluss kurz starke Hitze.

Griechisches Lamm-Yiouvetsi mit Kritharaki in Tomate und Rotwein

Griechischer Auflauf mit Aubergine, Lammhack und Béchamel geschichtet

Gebackener Salzkabeljau mit Kartoffeln, Zwiebeln und schwarzen Oliven.

Kaninchen in trockenem Cidre mit Speck, Möhren und Lauch

Hähnchen-Enchiladas in Salsa Verde gebacken, mit Crema

Langsam geschmorter Hirsch mit Wacholder und Wurzelgemüse

Gefüllte Paprika mit Rinderhack, Reis und Tomatensoße

Gebackene Hähnchen-Enchiladas mit Tomatillo-Salsa Verde und Queso fresco

Schwedischer Kartoffel-Anchovis-Auflauf mit Schlagsahne gebacken

Grüne Bohnen in Pilzsoße gebacken, mit Röstzwiebel-Topping

Enchiladas mit rotem Chili-Hähnchen, Crema und Queso Fresco obenauf

Salzkabeljau-Kartoffelgratin mit Knoblauch und Semmelbröseln
Für einen Auflauf, der ohne Vorarbeit direkt in den Ofen kann, eignen sich schnell garende Zutaten wie dünn geschnittenes Gemüse, gegartes Getreide, Bohnen aus der Dose oder bereits gegartes Fleisch. Beginnt ein Rezept mit rohem Fleisch oder festem Gemüse, ist mit einer längeren Backzeit oder einem Vorgaren zu rechnen. So bleiben weder ein wässriger Boden noch halbgare Stücke zurück. Für eine knusprige Oberfläche sollte diese möglichst trocken bleiben. Alternativ kommt die Auflage erst später hinzu, damit sie bräunt, statt im Dampf weich zu werden. Ein cremiges Inneres gelingt zuverlässiger mit einer auf Mehlschwitze basierenden Soße oder einer zuvor eingekochten Milch- oder Sahnemischung, als wenn die Flüssigkeit erst im Ofen andicken soll. Zum Vorbereiten eignen sich häufig Aufläufe besser, die vollständig gegart und anschließend wieder erwärmt werden. Kommt eine ungebackene Form direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen, erwärmt sich die Mitte langsamer und die Bindung kann darunter leiden.
Bei Aufläufen lohnt sich besonders der Blick auf die Zubereitung, denn Backen, vorheriges Anbraten und kurzes Überbacken unter dem Grill verändern die Konsistenz. Auch die Einteilung nach Menügang kann helfen, etwa bei der Entscheidung zwischen einem sättigenden Hauptgericht und einem kleineren Gratin als Beilage.

Steak aus der Heißluftfritteuse mit Butter, vor dem Aufschneiden ruhen lassen.

Pochierte Hechtklößchen mit cremiger Flusskrebssauce Nantua

Miesmuscheln mit Knoblauch, Schalotten, Weißwein und Kräutern

Dünne, faltbare Pizza mit Tomatensoße und Mozzarella

Knuspriges Atsuage-Tofu-Steak mit Sojasauce und geriebenem Ingwer

Langsam gegarter griechischer Kichererbseneintopf mit Tomate und Zitrone

Enchilada-Auflauf mit Hähnchen, schwarzen Bohnen und geschmolzenem Cheddar

Knackige Karotten und Daikon in süßer Essiglake eingelegt
Ein Gratin besteht meist aus geschichteten Zutaten und hat eine gebräunte, häufig knusprige Oberfläche; oft steht dabei Gemüse im Mittelpunkt. Auflauf ist der weitere Begriff: Die Zutaten können geschichtet oder gemischt sein, die Konsistenz kann cremig oder flüssiger ausfallen und eine Auflage ist nicht zwingend erforderlich.
Nicht immer. Meist ist jedoch etwas Flüssigkeit oder eine bindende Zutat nötig, damit der Inhalt gleichmäßig gart und nicht austrocknet. Das können Brühe, Tomaten, Milchprodukte, Eier oder die beim Garen aus Gemüse austretende Flüssigkeit sein.
Häufig geben Gemüse beim Garen zu viel Wasser ab, die Soße wurde vor dem Backen nicht ausreichend eingekocht oder die Form war abgedeckt, sodass kein Dampf entweichen konnte. Manche Rezepte beugen dem vor, indem Zutaten vorgegart werden oder der Auflauf einen Teil der Zeit ohne Abdeckung bäckt.
Verwenden Sie eine Auflage, die schnell bräunt, und geben Sie sie gegebenenfalls erst gegen Ende der Backzeit hinzu. Unter dem Backofengrill wird die Oberfläche rasch knusprig. Behalten Sie sie dabei gut im Blick, da sie schnell zu dunkel werden kann.
Oft ja, das Ergebnis hängt jedoch vom jeweiligen Rezept ab. Stärkehaltige Zutaten können Flüssigkeit aufnehmen und weich werden. Zudem braucht eine gekühlte Form länger, bis sie vollständig heiß ist, was die Bindung der Soße beeinflussen kann.
Während der Ruhezeit beruhigt sich die noch blubbernde Flüssigkeit und dickt etwas nach. Der Auflauf lässt sich dadurch leichter portionieren und zerfließt beim Servieren nicht.
Entscheiden Sie zunächst, welche Konsistenz Sie wünschen: Soll der Auflauf saftig sein und sich auslöffeln lassen oder fest genug zum Schneiden? Prüfen Sie dann, ob Zutaten vorgegart werden müssen und ob die Auflage von Anfang an mitbackt oder erst zum Schluss hinzukommt. Daran lässt sich meist gut erkennen, wie sich der Auflauf später portionieren und servieren lässt.

