
Gulai Kambing (indonesisches würziges Lammcurry)
Indonesisches Lammcurry in Kokosmilch mit Gewürzen gekocht

Curry bezeichnet eine große Familie von Gerichten, deren Grundlage eine gewürzte Sauce, eine sämige Flüssigkeit oder eine Würzschicht ist, nicht ein einziges festgelegtes Rezept. Entscheidend ist vor allem die Konsistenz: Manche Currys haben reichlich Sauce, andere sind so dick, dass sie an Fleisch oder Gemüse haftet, wieder andere werden mit Gewürzen und aromatischen Zutaten bewusst nahezu trocken gebraten. Diese Unterschiede bestimmen, wie sich ein Curry aufwärmen lässt und wie gut es sich vorbereiten lässt. Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Curry-Arten vor und hilft Ihnen, ein Rezept mit der gewünschten Konsistenz auszuwählen.
In der Alltagsküche bezeichnet Curry meist ein Gericht, bei dem aromatische Zutaten und Gewürze zunächst als Grundlage gegart und anschließend mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Fleisch, Fisch oder Eiern kombiniert werden. Die Flüssigkeit kann aus Tomaten, Brühe, Kokosmilch, Joghurt oder gemahlenen Nüssen stammen. Mitunter genügt auch der Saft, den die Zutaten beim Garen abgeben. Da der Begriff in vielen Länderküchen verwendet wird, sagt er allein weder etwas über die Schärfe und die Gewürze noch darüber aus, ob das Gericht cremig, säuerlich oder tomatenbetont ist. Auch eine lange Garzeit ist nicht zwingend: Manche Currys sind schnell zubereitet, andere werden langsam gegart, damit die Zutaten zart und die Aromen runder werden. Hilfreicher als die Erwartung eines einheitlichen Geschmacks ist daher die Unterscheidung nach Grundlage, Flüssigkeit und abschließenden Zutaten.

Indonesisches Lammcurry in Kokosmilch mit Gewürzen gekocht

Südindisches Hähnchencurry mit Kokosmilch und Curryblättern

Veganes Massaman-Tofu-Curry mit Kartoffeln, Kokosmilch und Erdnüssen

Hart gekochte Eier in würzigem Tomaten-Masala mit Basmatireis

Paneer und Erbsen in würziger Tomaten-Zwiebel-Sauce gegart

Hähnchen-Curry mit frischem Bockshornklee und Joghurt
Saucenreiche Currys werden samt Sauce auf den Teller geschöpft. Je nach Bindemittel und Fettanteil können sie dünn und brühenartig oder gehaltvoll und cremig sein. Sämige Currys ähneln eher einem Schmorgericht: Ihre Sauce umhüllt die Zutaten, statt sich auf dem Teller zu sammeln. Sie wirken häufig gehaltvoller und haften gut an Reis oder Fladenbrot. Trockene Currys garen so lange, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist und die Gewürze an den Zutaten haften. Dadurch schmecken sie intensiver und stärker geröstet und lassen sich sauberer anrichten. Bei manchen Currys wird zunächst eine Würzpaste angebraten, bei anderen werden ganze Gewürze in heißem Fett angeröstet. Wieder andere erhalten zum Schluss frische Kräuter, Zitrussaft oder Würzöl. Diese Verfahren beeinflussen Duft und Konsistenz stärker als die Grundidee des Currys.

Massaman-Rindercurry mit Kartoffeln, Tamarinde und gerösteten Erdnüssen

Cremiges Curry aus roten Linsen auf Basmatireis serviert

Würziges Garnelen-Curry in dicker Zwiebel-Tomaten-Soße

Paneer-Curry in Tomaten-Cashew-Soße

Mughlai-Hähnchen-Korma mit Joghurt, Cashews und Safran

Indonesisches Lammcurry in Kokosmilch mit Gewürzen gekocht

Fischcurry nach Kerala-Art mit Kokosmilch und Curryblättern

Kerala-Garnelen-Curry in Kokosmilch gegart

Knuspriges Schweine-Katsu mit milder Currysauce auf Reis

Nordindisches Hähnchen-Curry mit Zwiebeln, Tomaten, Gewürzen und Joghurt

Würzige Babykartoffeln in Joghurtsoße sanft geköchelt

Säuerliches goanisches Garnelen-Curry mit Essig und Chili
Für die Vorbereitung eignen sich Currys, deren Sauce nach dem Abkühlen und erneuten Erhitzen stabil bleibt. Tomatenbasierte Saucen und viele Saucen aus Zwiebeln und Gewürzen lassen sich meist problemlos aufwärmen. Mit Milchprodukten gebundene Saucen können sich dagegen trennen, wenn sie stark kochen. Erwärmen Sie diese daher behutsam. Trockene Currys lassen sich ebenfalls gut vorbereiten, da sie kaum nachträglich verwässern. Werden sie im Kühlschrank zu fest, hilft beim Aufwärmen ein Schuss Wasser oder Brühe. Achten Sie bei Gemüse-Currys darauf, wie gut die Zutaten ihre Form behalten: Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind meist unempfindlich, sehr zartes Blattgemüse kann beim erneuten Erhitzen dagegen Farbe und Textur verlieren. Frische Kräuter, knusprige Toppings und Zitrussaft sollten möglichst erst unmittelbar vor dem Servieren hinzukommen, damit ihr Aroma frisch bleibt.
Zu einem Curry mit viel Sauce passt etwas, das diese gut aufnimmt, etwa Reis, Fladenbrot oder eine andere sättigende Beilage. Sämige Currys lassen sich mit leichteren Beilagen wie einem einfachen Salat oder kurz gegartem Gemüse kombinieren, da sie selbst bereits gehaltvoll sind. Zu trockenen Currys passen häufig schlichter Reis oder Brot, mit dem sich die Zutaten aufnehmen lassen. Wenn es zur jeweiligen Länderküche passt, sorgt eine kühlende Joghurtbeilage für Ausgleich. Enthält das Curry reichlich Kokosmilch, Sahne oder Nüsse, verhindern säuerliche Pickles oder etwas Limettensaft, dass die Mahlzeit zu schwer wirkt. Ist das Curry selbst bereits säuerlich, lässt eine neutrale Beilage die Gewürze und aromatischen Zutaten klarer hervortreten.
Beim Curry lohnt sich die Suche nach Länderküche, da sich Gewürzgrundlagen, säuernde Zutaten und abschließende Würzungen je nach Region deutlich unterscheiden. Auch die Zubereitungsmethode ist aufschlussreich: Ob ein Curry geköchelt, im Schnellkochtopf gegart, gebacken oder trocken gebraten wird, verrät viel über seine spätere Konsistenz und darüber, wie gut es sich vorbereiten lässt.

Spanisches, zerzupftes Schmor-Rindfleisch mit Paprika und Sherry

Lamm-Zwiebel-Eintopf mit knuspriger Kartoffelscheibenkruste

Leicht süßes deutsches Osterbrot mit Rosinen und kandierter Schale

Ofen-Schweinebraten mit Senf, Knoblauch, Kräutern und Soße

Reisnudeln in Chili-Erdnusssoße mit knackigem Gemüse.

Cremiger Gochujang-Mayo-Dip mit Sesamöl und Knoblauch

Dünn geschnittenes Sashimi mit Lachs und Thunfisch

Gemüse-Tajine mit Kichererbsen, Tomaten und getrockneten Aprikosen
Nein. Viele Currys sind aromatisch, aber nicht scharf. Die Schärfe hängt von Art und Menge der verwendeten Chilis ab. Bei manchen Currys stehen wärmende Gewürze, Kräuter oder säuerliche Aromen stärker im Vordergrund als Chilischärfe.
Die Übergänge sind fließend. Als Curry wird jedoch meist ein Gericht bezeichnet, dessen Geschmack von Gewürzen und aromatischen Zutaten geprägt wird. Dafür werden häufig zunächst Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch oder Ingwer angebraten, bevor die übrigen Zutaten und Flüssigkeit hinzukommen.
Beim Abkühlen und Durchziehen verbinden sich die Aromen, während scharfe oder kantige Gewürznoten milder werden können. Besonders deutlich ist das bei Currys mit einer gegarten Gewürzbasis und einer Sauce, die Zeit zum Durchziehen hat.
Viele Currys lassen sich gut einfrieren, insbesondere wenn sie keine empfindliche Sauce auf Milchproduktbasis enthalten. Je nach Zutaten kann sich die Konsistenz verändern. Wählen Sie daher möglichst eine Variante, bei der etwas weicheres Gemüse oder eine leicht veränderte Sauce nicht stört.
Kokosmilch kann sich trennen, wenn sie stark gekocht oder zu kräftig eingekocht wird. Lassen Sie das Curry nur sanft köcheln und rühren Sie es um. Wo es zum Rezept passt, kann es außerdem helfen, die Kokosmilch erst später hinzuzugeben, damit die Sauce homogen bleibt.
Ein roher Gewürzgeschmack entsteht meist, wenn die Gewürze oder die Würzpaste zu Beginn nicht lange genug in Fett angebraten wurden. Braten Sie die Basis unter Rühren, bis sie duftet. So entfalten die Gewürze ihr Aroma und verlieren ihre rohe Note.
Entscheiden Sie bei der Wahl eines Currys zunächst, ob es viel Sauce haben, sämig oder trocken sein soll. Stimmen Sie dann Zubereitungsart und abschließende Zutaten darauf ab. So finden Sie am schnellsten ein Rezept, das sich wie gewünscht aufwärmen und servieren lässt.

