
Keema Matar (Hacklamm-Curry mit Erbsen)
Hacklamm-Erbsen-Curry in Zwiebel-Tomaten-Masala geschmort

Curry bezeichnet eine große Familie von Gerichten, deren Grundlage eine gewürzte Sauce, eine sämige Flüssigkeit oder eine Würzschicht ist, nicht ein einziges festgelegtes Rezept. Entscheidend ist vor allem die Konsistenz: Manche Currys haben reichlich Sauce, andere sind so dick, dass sie an Fleisch oder Gemüse haftet, wieder andere werden mit Gewürzen und aromatischen Zutaten bewusst nahezu trocken gebraten. Diese Unterschiede bestimmen, wie sich ein Curry aufwärmen lässt und wie gut es sich vorbereiten lässt. Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Curry-Arten vor und hilft Ihnen, ein Rezept mit der gewünschten Konsistenz auszuwählen.
In der Alltagsküche bezeichnet Curry meist ein Gericht, bei dem aromatische Zutaten und Gewürze zunächst als Grundlage gegart und anschließend mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Fleisch, Fisch oder Eiern kombiniert werden. Die Flüssigkeit kann aus Tomaten, Brühe, Kokosmilch, Joghurt oder gemahlenen Nüssen stammen. Mitunter genügt auch der Saft, den die Zutaten beim Garen abgeben. Da der Begriff in vielen Länderküchen verwendet wird, sagt er allein weder etwas über die Schärfe und die Gewürze noch darüber aus, ob das Gericht cremig, säuerlich oder tomatenbetont ist. Auch eine lange Garzeit ist nicht zwingend: Manche Currys sind schnell zubereitet, andere werden langsam gegart, damit die Zutaten zart und die Aromen runder werden. Hilfreicher als die Erwartung eines einheitlichen Geschmacks ist daher die Unterscheidung nach Grundlage, Flüssigkeit und abschließenden Zutaten.

Hacklamm-Erbsen-Curry in Zwiebel-Tomaten-Masala geschmort

Massaman-Rindercurry mit Kartoffeln, Erdnüssen und Kokosmilch

Thailändisches rotes Schweinecurry mit Kokosmilch und Basilikum

Südindisches Pfeffer-Hähnchen-Curry mit Kokos

Langsam gegartes Zwiebel-Tomaten-Masala mit wärmenden Gewürzen

Cremiges Bockshornklee-Hähnchen-Curry mit wärmenden Gewürzen
Saucenreiche Currys werden samt Sauce auf den Teller geschöpft. Je nach Bindemittel und Fettanteil können sie dünn und brühenartig oder gehaltvoll und cremig sein. Sämige Currys ähneln eher einem Schmorgericht: Ihre Sauce umhüllt die Zutaten, statt sich auf dem Teller zu sammeln. Sie wirken häufig gehaltvoller und haften gut an Reis oder Fladenbrot. Trockene Currys garen so lange, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist und die Gewürze an den Zutaten haften. Dadurch schmecken sie intensiver und stärker geröstet und lassen sich sauberer anrichten. Bei manchen Currys wird zunächst eine Würzpaste angebraten, bei anderen werden ganze Gewürze in heißem Fett angeröstet. Wieder andere erhalten zum Schluss frische Kräuter, Zitrussaft oder Würzöl. Diese Verfahren beeinflussen Duft und Konsistenz stärker als die Grundidee des Currys.

Mildes Gemüse-Korma mit Kokos, Joghurt und Mandeln

Thailändisches rotes Schweinecurry mit Kokosmilch und Basilikum

Cremiges Bockshornklee-Hähnchen-Curry mit wärmenden Gewürzen

Cremiges Palak Dal mit Spinat und Kreuzkümmel-Tarka.

Schweine-Vindaloo nach Goa-Art mit Essig, Knoblauch und Gewürzen

Hacklamm-Erbsen-Curry in Zwiebel-Tomaten-Masala geschmort

Veganes Massaman-Tofu-Curry mit Kartoffeln, Kokosmilch und Erdnüssen

Kichererbsen-Kokos-Curry mit Spinat, Limette und Koriander

Rajasthani rotes Ziegencurry, geschmort mit Joghurt und Gewürzen

Hähnchen-Curry mit frischem Bockshornklee und Joghurt

Hart gekochte Eier in würzigem Tomaten-Masala mit Basmatireis

Spinat-Kartoffel-Curry mit Ghee und Zitrone vollendet
Für die Vorbereitung eignen sich Currys, deren Sauce nach dem Abkühlen und erneuten Erhitzen stabil bleibt. Tomatenbasierte Saucen und viele Saucen aus Zwiebeln und Gewürzen lassen sich meist problemlos aufwärmen. Mit Milchprodukten gebundene Saucen können sich dagegen trennen, wenn sie stark kochen. Erwärmen Sie diese daher behutsam. Trockene Currys lassen sich ebenfalls gut vorbereiten, da sie kaum nachträglich verwässern. Werden sie im Kühlschrank zu fest, hilft beim Aufwärmen ein Schuss Wasser oder Brühe. Achten Sie bei Gemüse-Currys darauf, wie gut die Zutaten ihre Form behalten: Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind meist unempfindlich, sehr zartes Blattgemüse kann beim erneuten Erhitzen dagegen Farbe und Textur verlieren. Frische Kräuter, knusprige Toppings und Zitrussaft sollten möglichst erst unmittelbar vor dem Servieren hinzukommen, damit ihr Aroma frisch bleibt.
Zu einem Curry mit viel Sauce passt etwas, das diese gut aufnimmt, etwa Reis, Fladenbrot oder eine andere sättigende Beilage. Sämige Currys lassen sich mit leichteren Beilagen wie einem einfachen Salat oder kurz gegartem Gemüse kombinieren, da sie selbst bereits gehaltvoll sind. Zu trockenen Currys passen häufig schlichter Reis oder Brot, mit dem sich die Zutaten aufnehmen lassen. Wenn es zur jeweiligen Länderküche passt, sorgt eine kühlende Joghurtbeilage für Ausgleich. Enthält das Curry reichlich Kokosmilch, Sahne oder Nüsse, verhindern säuerliche Pickles oder etwas Limettensaft, dass die Mahlzeit zu schwer wirkt. Ist das Curry selbst bereits säuerlich, lässt eine neutrale Beilage die Gewürze und aromatischen Zutaten klarer hervortreten.
Beim Curry lohnt sich die Suche nach Länderküche, da sich Gewürzgrundlagen, säuernde Zutaten und abschließende Würzungen je nach Region deutlich unterscheiden. Auch die Zubereitungsmethode ist aufschlussreich: Ob ein Curry geköchelt, im Schnellkochtopf gegart, gebacken oder trocken gebraten wird, verrät viel über seine spätere Konsistenz und darüber, wie gut es sich vorbereiten lässt.

Spanisches, zerzupftes Schmor-Rindfleisch mit Paprika und Sherry

Lamm-Zwiebel-Eintopf mit knuspriger Kartoffelscheibenkruste

Leicht süßes deutsches Osterbrot mit Rosinen und kandierter Schale

Ofen-Schweinebraten mit Senf, Knoblauch, Kräutern und Soße

Miesmuscheln in Tomaten-Knoblauch-Soße mit Chili gegart

Langsam geköchelter Lamm-Kichererbsen-Eintopf in würziger Tomatensoße

Dünn geschnittenes Sashimi mit Lachs und Thunfisch

Gedämpfter Reis mit Lachs und Nori, mit Grüntee übergossen
Nein. Viele Currys sind aromatisch, aber nicht scharf. Die Schärfe hängt von Art und Menge der verwendeten Chilis ab. Bei manchen Currys stehen wärmende Gewürze, Kräuter oder säuerliche Aromen stärker im Vordergrund als Chilischärfe.
Die Übergänge sind fließend. Als Curry wird jedoch meist ein Gericht bezeichnet, dessen Geschmack von Gewürzen und aromatischen Zutaten geprägt wird. Dafür werden häufig zunächst Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch oder Ingwer angebraten, bevor die übrigen Zutaten und Flüssigkeit hinzukommen.
Beim Abkühlen und Durchziehen verbinden sich die Aromen, während scharfe oder kantige Gewürznoten milder werden können. Besonders deutlich ist das bei Currys mit einer gegarten Gewürzbasis und einer Sauce, die Zeit zum Durchziehen hat.
Viele Currys lassen sich gut einfrieren, insbesondere wenn sie keine empfindliche Sauce auf Milchproduktbasis enthalten. Je nach Zutaten kann sich die Konsistenz verändern. Wählen Sie daher möglichst eine Variante, bei der etwas weicheres Gemüse oder eine leicht veränderte Sauce nicht stört.
Kokosmilch kann sich trennen, wenn sie stark gekocht oder zu kräftig eingekocht wird. Lassen Sie das Curry nur sanft köcheln und rühren Sie es um. Wo es zum Rezept passt, kann es außerdem helfen, die Kokosmilch erst später hinzuzugeben, damit die Sauce homogen bleibt.
Ein roher Gewürzgeschmack entsteht meist, wenn die Gewürze oder die Würzpaste zu Beginn nicht lange genug in Fett angebraten wurden. Braten Sie die Basis unter Rühren, bis sie duftet. So entfalten die Gewürze ihr Aroma und verlieren ihre rohe Note.
Entscheiden Sie bei der Wahl eines Currys zunächst, ob es viel Sauce haben, sämig oder trocken sein soll. Stimmen Sie dann Zubereitungsart und abschließende Zutaten darauf ab. So finden Sie am schnellsten ein Rezept, das sich wie gewünscht aufwärmen und servieren lässt.

