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Backzubehör-Ratgeber

Blindbackkugeln und wann sie wirklich nötig sind

Blindbackkugeln, auch Backgewichte genannt, werden beim Blindbacken von Teigböden verwendet. Sie halten den Teig am Boden und stützen die Ränder, während das Fett schmilzt und der Teig fest wird. So wölbt sich der Boden nicht und die Ränder sacken nicht ab. Die Gewichte sind hilfreich, ersetzen aber nicht den sorgfältigen Umgang mit dem Teig. Ist er warm, wurde er beim Auskleiden gedehnt oder liegt er in den Ecken zu dünn, können auch Gewichte nur begrenzt helfen. Wer diese Grenzen kennt, kann für jede Tarte und Pie die passende Vorgehensweise wählen.

So funktionieren Backgewichte und das sind geeignete Alternativen

Die Gewichte drücken den Teig gleichmäßig an die Form. Dadurch bleibt der Boden flach und die Ränder behalten leichter ihre Form. Spezielle Keramik- oder Metallgewichte sind praktisch, da sie schnell heiß werden und sich leicht einfüllen lassen. Wichtiger als das Material ist jedoch die richtige Anwendung. Trockene Hülsenfrüchte, Reis oder Zucker eignen sich ebenfalls, sofern Sie genug davon verwenden, um auch die Ränder und nicht nur die Mitte abzustützen. Eine Lage Backpapier oder Alufolie zwischen Teig und Gewichten erleichtert das Herausnehmen und hält die Gewichte sauber. Achten Sie in jedem Fall auf eine vollständige Abdeckung, damit besonders die Ecken gestützt werden, an denen sich das Schrumpfen zuerst zeigt.

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Warum der Teig trotzdem schrumpft oder Blasen wirft

Die häufigste Ursache ist ein zu warmer Teig. Ist die Butter beim Einschieben in den Ofen weich, schmilzt sie, bevor das Mehlgerüst fest wird. Dann können die Ränder selbst unter den Gewichten nach unten rutschen. Ein weiteres Problem sind zu wenige Gewichte: Ein kleiner Haufen in der Mitte verhindert zwar eine große Wölbung, stützt aber nicht die Ränder. Das Einstechen des Bodens kann Dampf entweichen lassen, ersetzt bei einer feuchten Füllung jedoch nicht die Gewichte. Wird laut Rezept nur teilweise blindgebacken, soll der Boden meist vorgaren, bevor er mit einer Eiercreme, Obst oder einer anderen feuchten Füllung in Berührung kommt.

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Die richtige Methode zum Blindbacken wählen

Wird eine eher trockene Füllung mitgebacken, genügt möglicherweise kurzes Blindbacken mit Gewichten, gefolgt von wenigen Minuten ohne Abdeckung, damit der Boden trocknet. Bei feuchteren Füllungen schützt eine gründlicher vorgebackene Teighülle besser vor dem Durchweichen. Planen Sie deshalb nach dem Entfernen der Gewichte eine längere Backzeit ohne Abdeckung ein. Tiefe Tarteformen und gewellte Ränder benötigen reichlich Gewichte, die bis in die Ecken reichen. Bei rustikalen Galettes und frei geformten Tartes spielen Backgewichte eine geringere Rolle, weil die umgeschlagenen Teigränder den Boden stützen und keine senkrechten Wände vorhanden sind. Hier sind gründliches Kühlen und ein sorgfältig abgedichteter Boden wichtiger.

So geht es weiter

Beim Blindbacken treffen Garmethode und handwerkliches Geschick aufeinander. Unter „Garmethode“ können Sie es mit anderen Vorgehensweisen vergleichen, etwa vollständig vorgebackenen Teighüllen oder Füllungen, die zusammen mit dem Boden backen. Auch der Schwierigkeitsgrad ist hilfreich, denn sauberes Auskleiden, ausreichendes Kühlen und das richtige Timing sind häufig wichtiger als die Gewichte selbst.

Häufig gestellte Fragen

Sind Blindbackkugeln und Backgewichte dasselbe?

Ja. Beide Begriffe bezeichnen Gewichte, die beim Blindbacken auf den Teig gelegt werden, damit der Boden flach bleibt und die Ränder gestützt werden.

Kann ich statt Blindbackkugeln getrocknete Hülsenfrüchte oder Reis verwenden?

In der Regel ja. Verwenden Sie die Zutaten trocken und in ausreichender Menge, damit sie bis an die Ränder reichen. Eine Lage Backpapier oder Alufolie zwischen Teig und Gewichten erleichtert das Herausnehmen.

Muss ich den Boden trotz der Gewichte einstechen?

Das hängt vom Rezept ab. Durch das Einstechen kann Dampf entweichen. Das Aufwölben des Bodens und Absacken der Ränder verhindern jedoch vor allem die Gewichte.

Warum ist mein Teig trotz Backgewichten geschrumpft?

Häufig war der Teig beim Auskleiden der Form zu warm oder wurde dabei gedehnt. Kühlen Sie die ausgekleidete Form und ziehen Sie den Teig nicht straff, damit er seine Form besser behält.

Wann werden die Gewichte entfernt?

In der Regel dann, wenn der Teig ausreichend fest ist und seine Form selbst hält. Anschließend wird die Teighülle in vielen Rezepten ohne Gewichte weitergebacken, damit der Boden trocknet und Farbe annimmt.

Müssen Backgewichte vor der Verwendung erhitzt werden?

Nicht unbedingt. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, Druck auszuüben und den Teig zu stützen. Manche Materialien erhitzen sich schneller als andere, doch die richtige Anwendung und eine vollständige Abdeckung sind entscheidender.

Auf die Stützwirkung kommt es an

Backgewichte sind besonders nützlich, wenn eine Teighülle vor dem Einfüllen der Füllung einen flachen Boden und klar geformte Ränder behalten soll. Verwenden Sie genug Gewichte, um auch die Seiten zu stützen. Für alles Weitere sorgen gründliches Kühlen und sorgfältiges Auskleiden.