
Poulet Vallée d’Auge (Hähnchen mit Calvados und Sahne)
Hähnchen mit Calvados, Äpfeln und Schlagsahnesoße

Senf wird leicht übersehen, weil oft schon kleine Mengen genügen, um Geschmack und Konsistenz eines Gerichts zu prägen. Er kommt als Tafelsenf, Senfpulver oder Senfkörner vor und ist Bestandteil von Dressings, Marinaden und Gewürzmischungen. Wer Senf meidet, muss ihn vor allem in zusammengesetzten Zutaten erkennen und wissen, welche Funktion er im Rezept erfüllt. Nur so lässt sich ein geeigneter Ersatz wählen, der das geschmackliche Gleichgewicht wahrt und keine neuen Schwierigkeiten verursacht.
Senf bringt Schärfe, Bitterkeit und sein typisches kräftiges Aroma ins Gericht, erfüllt aber auch praktische Aufgaben. In Vinaigrettes und mayonnaiseähnlichen Dressings unterstützt er die Emulgierung und verhindert, dass sich Öl und wasserhaltige Zutaten schnell wieder trennen. In Gewürzmischungen zum Einreiben und in Marinaden verteilt er die Gewürze und sorgt dafür, dass sie besser an Fleisch, Fisch oder Gemüse haften.
In Zutatenlisten kann er unter anderem als Senf, Dijon-Senf, grobkörniger Senf, Senfpulver, Senfmehl oder Senfkörner aufgeführt sein. Da Senf häufig Bestandteil einer Mischung ist, erscheint er nicht unbedingt im Namen des Rezepts, selbst wenn er in der Zutatenliste steht.

Hähnchen mit Calvados, Äpfeln und Schlagsahnesoße

Thunfisch-Weiße-Bohnen-Salat mit Dijon-Dressing

Pfannen-Schweinefleisch mit Zitronen-Senfsoße

Deutscher Kartoffelsalat mit Essig, Senf und Petersilie

Gelbes Linsen-Dal mit heiß angerösteten Gewürzen

Französischer Kanincheneintopf mit Dijon-Senf und Schlagsahne.
Dient Senf vor allem dem Geschmack, lässt er sich je nach Gericht häufig durch eine andere scharfe oder pikante Zutat ersetzen, etwa Meerrettich, eine wasabiartige Paste, Pfeffer oder etwas mehr Essig. Der Geschmack verändert sich, doch das Verhältnis von Säure und Würze lässt sich meist erhalten.
Soll der Senf ein Dressing emulgieren, wird ein anderer Helfer benötigt. Eine kleine Menge Eigelb kann diese Aufgabe übernehmen, ist für manche Menschen jedoch ebenfalls ein Allergen. Etwas Honig oder ein dickes Püree kann dazu beitragen, dass sich das Dressing nicht so schnell trennt. Eine solche Emulsion ist allerdings weniger stabil und muss eventuell erneut aufgeschlagen werden. Bei Krusten und Panaden können Joghurt oder Öl als haftende Grundlage dienen, damit die Brösel halten. Auch das verändert jedoch Geschmack und Eignung des Gerichts.
Coq au vin blanc mit Lauch, Champignons und Estragon zum Abschluss
Belgischer Genter Rindereintopf, in dunklem Bier geschmort, mit Senf und Lebkuchen gebunden
Niederländische, mit Speck umwickelte Rollen aus Schweine- und Rinderhack mit einfacher Brühesoße
Kartoffelsalat nach deutscher Art, rosa durch Rote Bete, mit Joghurt, Senf und Dill fertiggestellt
Französischer Linseneintopf mit gepökeltem Schwein, Gemüse und Dijon-Senf zum Abschluss
Fisch mit Tamarinde, Tomaten, Curryblättern und wärmenden Gewürzen geköchelt
Gebräuntes Hähnchen in Weißwein und Sahne gegart, mit frischem Estragon vollendet
Deutscher Kartoffelsalat mit warmem Dressing, verfeinert mit Zwiebeln und frischen Kräutern
Salat Niçoise mit Thunfisch und Ei, Drillingen, grünen Bohnen, Tomaten und Oliven
Leichtes Kerala-Garnelen-Moilee in Kokosmilch mit Curryblättern gegart
Körnerbrot-Sandwich mit Roastbeef, Meerrettich-Mayonnaise, Rucola, Gewürzgurken und Dijon-Senf
Zarte Kaninchenstücke mit Schalotten in Cider und Dijon-Senf geschmort, mit Crème fraîche vollendet
Senf ist häufig in Gewürzmischungen, Salatdressings, mayonnaiseähnlichen Saucen, eingelegtem Gemüse sowie gepökelten oder verarbeiteten Fleischwaren enthalten. Wer Senf aufgrund einer Allergie meidet, sollte die Kennzeichnung sorgfältig prüfen. Besondere Vorsicht ist bei Produkten geboten, die lediglich als „gewürzt“, „pikant“ oder „mariniert“ bezeichnet werden und für die keine vollständige Zutatenliste vorliegt.
Auch an Feinkost- und Sandwichtheken, an denen häufig Senf verwendet wird, kann es zu Kreuzkontakten kommen. Wenn Sie für eine Person mit diagnostizierter Senfallergie kochen, halten Sie sich an deren Vorgaben und schließen Sie nicht vom milden Geschmack einer Sauce darauf, dass sie unbedenklich ist.
Auf den Zutatenseiten können Sie andere scharfe Würzmittel, säuernde Zutaten und Emulgatoren vergleichen, die Senf in Dressings und Marinaden ersetzen können. Rezeptsammlungen für bestimmte Ernährungsbedürfnisse erleichtern ebenfalls die Suche. Kennzeichnungen und zubereitete Lebensmittel sollten Sie dennoch sorgfältig prüfen.

Säuerliche scharf-saure Suppe mit Tofu und Shiitake

Gebackener Karamellflan mit Vanillepudding, vor dem Servieren gekühlt.

Knuspriger Flammkuchen mit Crème fraîche, Speck und Zwiebeln

Enchiladas mit rotem Chili-Hähnchen, Crema und Queso Fresco obenauf

Knackiger Salat mit geröstetem Pita, Gemüse und Sumach

Gekühlter Reissalat mit Thunfisch, Oliven, Zitrone und Petersilie

Seidiger chinesischer Eierpudding, gedämpft, mit Soja und Sesam

Frittierte Kürbis-Süßkartoffel-Ring-Donuts mit Zimt-Orangensirup
Senfkörner sind eine Form von Senf. Tafelsenf und Senfpulver werden aus Senfkörnern hergestellt und sind daher im Hinblick auf das Allergen in der Regel ebenso zu behandeln.
Senf sorgt für Geschmack und unterstützt zugleich die Emulgierung. Dadurch bleibt das Dressing länger gleichmäßig vermischt und trennt sich nicht so schnell.
Manchmal, besonders wenn nur eine kleine Menge zum Abschmecken dient. Ist der Senf Bestandteil eines Dressings oder einer Marinade, müssen Säure, Salz und Süße eventuell angepasst werden, damit das Gericht ausgewogen bleibt.
Je nach Gericht sorgen etwas mehr Essig oder Zitrussaft, schwarzer Pfeffer, Chili oder die Schärfe von Meerrettich für den gewünschten Biss. Wählen Sie passend zur jeweiligen Küche und zu den bereits vorhandenen Aromen.
Vor allem in Gewürzmischungen, Dressings, Saucen, eingelegtem Gemüse und verarbeiteten Fleischwaren. Werden Zutaten nur unter dem Sammelbegriff „Würzung“ aufgeführt, ist ein sorgfältiger Blick auf die Kennzeichnung besonders wichtig.
Senf ist nicht nur eine Würzsauce. Wenn Sie wissen, ob er eine Emulsion stabilisieren, Gewürze an einer Zutat haften lassen oder einfach Schärfe beisteuern soll, können Sie ihn gezielter ersetzen und wissen, welche Kennzeichnungen besonders sorgfältig zu prüfen sind.

