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Küchenhelfer-Ratgeber

Alufolie: vielseitig, aber nicht für jeden Zweck

Alufolie ist weniger Kochgeschirr als eine formbare Abdeckung. Sie reflektiert Wärme, hält bei dichtem Verschließen Dampf zurück und schützt Oberflächen vor direkter Bräunung. Deshalb eignet sie sich zum Auslegen von Blechen, zum Einwickeln von Lebensmitteln für ein schonendes Garen und zum lockeren Abdecken von Braten oder Gebäck, wenn diese nicht zu dunkel werden sollen. Dieselben Eigenschaften sind jedoch von Nachteil, wenn Feuchtigkeit verdampfen oder etwas knusprig werden soll. Ob trockene Hitze oder eingeschlossener Dampf gefragt ist, entscheidet daher am schnellsten über den Einsatz von Alufolie.

Wie Alufolie Hitze und Feuchtigkeit beeinflusst

Alufolie verändert weniger die Temperatur als vielmehr die Bedingungen beim Garen. Liegt sie locker über dem Essen, schirmt sie einen Teil der direkten Strahlungshitze von oben ab und die Oberfläche bräunt langsamer. Dicht verschlossen hält sie den Dampf zurück und schafft ein feuchtes Garklima. Dadurch werden Schalen und Krusten weich und magere Zutaten trocknen weniger aus, knusprige Ränder können jedoch nicht entstehen. Als Unterlage auf dem Blech erleichtert Folie die Reinigung. Je nach Verwendung kann sie die Bräunung an der Unterseite allerdings verringern, weil sie die direkte Wärmeübertragung vom Metall abschwächt. Außerdem lassen sich mit Folie Aromen voneinander trennen oder empfindliche Stellen schützen, etwa frei liegende Teigränder oder hervorstehende Knochenenden.

Top-Rezepte in Alufolie

Die Folie nach dem gewünschten Ergebnis wählen

Verwenden Sie Alufolie, wenn etwas geschützt oder sicher eingeschlossen werden soll. Sie können damit ein Gericht locker abdecken, das zu schnell dunkel wird, Fisch oder Gemüse mit aromatischen Zutaten zu einem Päckchen verschließen oder ein Blech bei klebrigen Marinaden auslegen, die sonst darauf einbrennen würden. Verzichten Sie auf Folie, wenn Flüssigkeit verdampfen und die Oberfläche knusprig werden soll, etwa bei Röstkartoffeln oder knuspriger Hähnchenhaut. Eingeschlossener Dampf verhindert eine gute Bräunung. Für gleichmäßige, trockene Hitze ist Backpapier häufig die bessere Unterlage. Soll etwas sanft im Dampf garen, kann ein Topf oder eine Auflaufform mit Deckel ein dichtes Folienpäckchen ersetzen und verhindert zugleich, dass Flüssigkeit ausläuft.

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Kleine Fehler mit großer Wirkung

Ein häufiger Fehler ist, ein Folienpäckchen vollständig zu verschließen, obwohl etwas Feuchtigkeit entweichen soll. Eine kleine Öffnung kann verhindern, dass das Gargut wässrig wird. Auch sollte die Folie gegen Ende der Garzeit nicht direkt auf zuckerhaltigen Glasuren oder Saucen liegen. Beim Abnehmen kann sonst der Überzug daran haften bleiben. Wenn Sie ein Blech auslegen, drücken Sie die Folie glatt an. So sammelt sich das Fett nicht in Falten und bräunt die Unterseite ungleichmäßig. Verwenden Sie Folie außerdem nicht als Ersatz für einen Rost, wenn die Luft zirkulieren soll. Sie blockiert den Luftstrom und kann dazu führen, dass das Gargut an der Unterseite blass bleibt.

So geht es weiter

Bei Alufolie bietet sich vor allem die Suche nach Garmethode an, denn dieselbe Zutat verhält sich beim Rösten, Grillen, Backen oder Garen im Päckchen unterschiedlich. Auch der Schwierigkeitsgrad kann bei der Auswahl helfen: Manche Folientechniken sind unkompliziert, während andere sorgfältiges Verschließen, gezieltes Öffnen und ein genaues Timing erfordern, damit das Gargut nicht zu stark gedämpft wird.

Häufig gestellte Fragen

Wird Alufolie hauptsächlich zum Abdecken verwendet?

Das Abdecken ist nur eine von mehreren Anwendungen. Alufolie dient auch zum Auslegen von Blechen, zum Garen in Päckchen, zum Schutz empfindlicher Stellen vor zu starker Bräunung und zum Trennen verschiedener Bestandteile während des Garens.

Was ist der Unterschied zwischen lockerem Abdecken und Einwickeln?

Beim lockeren Abdecken bräunt das Gargut langsamer, während weiterhin etwas Feuchtigkeit entweichen kann. Beim Einwickeln entsteht ein dichterer Verschluss, der den Dampf zurückhält und für ein feuchtes Garklima sorgt.

Wann ist Backpapier besser geeignet als Alufolie?

Wenn eine antihaftende Unterlage benötigt wird, die trockene Hitze und eine gleichmäßige Bräunung ermöglicht, ist Backpapier häufig besser geeignet. Alufolie kann Wärme reflektieren und stellenweise Feuchtigkeit einschließen.

Warum wurde mein Braten nach dem Abdecken mit Folie weich?

Alufolie hält Dampf zurück. Dieser weicht knusprige Haut und Krusten auf, besonders wenn das Gargut noch sehr heiß abgedeckt wird. Legen Sie die Folie nur locker auf und entfernen Sie sie gegen Ende der Garzeit.

Darf Alufolie unter den Ofengrill?

Häufig ja. Sie darf das Heizelement jedoch nicht berühren und kann die Hitze stellenweise verstärken. Beachten Sie die Hinweise Ihres Backofens und behalten Sie insbesondere zuckerhaltige Speisen gut im Auge.

Beeinflusst Alufolie die Bräunung?

Ja. Als Abdeckung kann sie die Bräunung verlangsamen, als Unterlage kann sie die Bräunung an der Unterseite verringern. Entscheidend ist, wie dicht die Folie an Blech und Gargut anliegt.

Alufolie gezielt einsetzen

Bevor Sie zur Alufolie greifen, sollten Sie klären, ob das Rezept trockene Hitze oder etwas eingeschlossenen Dampf benötigt. Zum Abschirmen und Einschließen ist Folie hervorragend geeignet. Soll etwas knusprig werden, ist sie dagegen nur selten die beste Wahl.