
Chicken Chettinad Curry
Südindisches Hähnchencurry mit gerösteten Gewürzen, Pfeffer und Kokos

Mit einer Gewürzmühle lassen sich ganze Gewürze unmittelbar vor dem Kochen fein mahlen oder grob zerkleinern. Der Zeitpunkt ist entscheidend, denn gemahlene Gewürze verlieren oft schnell an Aroma. Außerdem können Sie den Mahlgrad selbst bestimmen, vom feinen Pulver zum Backen bis zu gröberen Gewürzen für Würzmischungen und Marinaden. Zu beachten sind vor allem das geringe Fassungsvermögen und die Reinigung, insbesondere wenn Sie zwischen intensiv duftenden Gewürzen wechseln.
In Rezepten ist mit einer Gewürzmühle meist eine kompakte elektrische Mühle oder eine ausschließlich für trockene Gewürze verwendete Handmühle gemeint. Sie ist für kleine Mengen und kurze Mahlintervalle ausgelegt. Je nach Gewürz und Gerät reicht das Ergebnis von grob zerkleinert bis fein pulverisiert.
Für größere Mengen ersetzt sie weder Standmixer noch Küchenmaschine. Auch für feuchte Würzpasten ist sie ungeeignet, sofern im Rezept nicht ausdrücklich eine dafür vorgesehene Mühle verlangt wird. Anders als ein Mörser zerkleinert eine Gewürzmühle schnell und gleichmäßig. Im Mörser werden die Gewürze dagegen zerstoßen und zerquetscht. Dadurch können eine etwas andere Konsistenz und eine andere Freisetzung der enthaltenen Öle entstehen.

Südindisches Hähnchencurry mit gerösteten Gewürzen, Pfeffer und Kokos

Gekühlter Phirni-Milchreis mit Kardamom, Safran und Nüssen

Südindisches Pfeffer-Hähnchen-Curry mit Kokos

Kadai-Hähnchen mit Paprika in würzigem Tomaten-Masala
Sind Gewürze nicht vollständig trocken, können sie beim Mahlen verklumpen und einen schmierigen Belag bilden, der sich nur schwer entfernen lässt. Geröstete Gewürze sollten vor dem Mahlen abkühlen, damit sich durch die Restwärme keine Feuchtigkeit im Mahlbehälter niederschlägt.
Auch ein zu voller Behälter führt häufig zu Problemen. Die Gewürze brauchen genügend Platz, damit sie sich bewegen und von den Messern erfasst werden können. Kleinere Portionen werden meist gleichmäßiger gemahlen.
Intensive Aromen halten sich zudem hartnäckig. Wenn Sie Nelken, Kreuzkümmel oder Pfeffer mahlen und anschließend sofort eine fein abgestimmte Gewürzmischung zubereiten, kann diese unerwünschte Aromen annehmen. Wischen Sie den Behälter kurz aus. Sofern die Gebrauchsanweisung es erlaubt, können Sie außerdem eine kleine Menge einer geschmacksneutralen, trockenen Zutat mahlen, bevor Sie die Mühle erneut verwenden.

Südindisches Hähnchencurry mit gerösteten Gewürzen, Pfeffer und Kokos

Südindisches Pfeffer-Hähnchen-Curry mit Kokos

Kadai-Hähnchen mit Paprika in würzigem Tomaten-Masala

Gekühlter Phirni-Milchreis mit Kardamom, Safran und Nüssen
Feiner Gewürzstaub wirbelt überraschend leicht auf. Warten Sie nach dem Ausschalten einen Moment, bis sich das Pulver gesetzt hat, bevor Sie den Deckel öffnen. Das gilt besonders für Chili.
Verwenden Sie die Mühle nur für Zutaten, für die sie ausgelegt ist. Harte, harzige oder ölhaltige Zutaten können kleine Motoren überlasten und hartnäckige Rückstände hinterlassen. Manche Gewürze verfärben zudem Kunststoffteile. Beachten Sie stets die Herstellerhinweise zur Reinigung sowie zum Herausnehmen von Mahlbehälter oder Messereinheit.
Als Nächstes lohnt sich die Suche nach Zubereitungsart. Ganze Gewürze werden häufig geröstet, in Fett erhitzt oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten zugegeben. Durch das Mahlen verändert sich, wie schnell sie ihr Aroma abgeben. Auch der Schwierigkeitsgrad kann bei der Auswahl helfen: Rezepte, in denen Gewürze frisch gemahlen und nacheinander eingesetzt werden, erfordern meist etwas mehr Aufmerksamkeit und ein genaueres Timing als Gerichte mit fertig gemahlenen Mischungen.

Glatte Tahini-Sauce mit Zitrone, Knoblauch und Wasser

Rot geschmorter Schweinebauch, bis zart und glänzend

Taco-Bowl mit gerösteter Süßkartoffel, Reis, Bohnen und Limettenjoghurt

Hähnchen und Pilze in cremiger Tomaten-Schlagsahnesoße

Griechische Filoteig-Dreiecke mit Feta, Ricotta und Dill gefüllt

Belgische Milchreistarte im Mürbeteigboden

Fünf-Gewürze-Schweinehack mit Jasminreis und Pak Choi

Gebratene Schweinswurst mit weichen, goldenen Zwiebeln
Nicht unbedingt. Besonders nützlich ist eine Mühle, wenn ein Rezept ganze Gewürze vorsieht oder wenn Sie diese erst kurz vor dem Kochen mahlen möchten, um ein kräftigeres Aroma und die gewünschte Konsistenz zu erhalten.
Viele kleine elektrische Mühlen ähneln sich in Bauweise und Funktion. Problematisch ist vor allem die Übertragung von Aromen: Kaffeeöle und kräftige Gewürze hinterlassen oft Rückstände. Deshalb verwenden viele Hobbyköche getrennte Geräte oder reservieren eine Mühle ausschließlich für Gewürze.
Eine Gewürzmühle arbeitet schnell und liefert ein vergleichsweise gleichmäßiges Ergebnis. Im Mörser werden die Gewürze zerstoßen und zerquetscht, wodurch die Konsistenz gröber bleiben kann. Er eignet sich gut für kleine Mengen und Pasten sowie dann, wenn Sie den Zerkleinerungsgrad unmittelbar kontrollieren möchten.
In manchen Rezepten werden Gewürze sanft geröstet, um ihr Aroma zu intensivieren. Lassen Sie sie anschließend vor dem Mahlen abkühlen, damit sie trocken bleiben und sich sauber zerkleinern lassen.
Meist liegt es an Feuchtigkeit. Entweder waren die Gewürze nicht vollständig trocken oder sie wurden nach dem Rösten noch warm gemahlen. Kleinere Portionen können ebenfalls zu einer gleichmäßigeren Konsistenz beitragen.
Das richtet sich nach dem Rezept. Feines Gewürzpulver verteilt sich gleichmäßig in Teigen und Saucen. Eine gröbere Körnung eignet sich besser für Würzmischungen zum Einreiben, Gewürzkrusten und Marinaden, in denen die Struktur sichtbar bleiben soll.
Eine Gewürzmühle lohnt sich, wenn Sie häufig ganze Gewürze verwenden und erst unmittelbar vor der Zubereitung über Frische und Mahlgrad entscheiden möchten. Mahlen Sie kleine Portionen, halten Sie den Behälter trocken und verwenden Sie das Gerät als spezielle Gewürzmühle, nicht als Allzweckmühle.

