
Zwetschgenkuchen (deutscher Pflaumenkuchen mit Hefeboden)
Deutscher Zwetschgenkuchen mit Hefeboden und Zimtzucker

Ein Kuchengitter ist lediglich ein erhöhtes Gitter, löst aber ein ganz bestimmtes Problem: Dampf. Liegen heiße Speisen auf einem flachen Blech oder Teller, kondensiert darunter Feuchtigkeit und weicht die Oberfläche auf. Auf einem Gitter kann die Luft zirkulieren. Dadurch bleiben Kekse knuspriger, Kuchen kühlen gleichmäßiger aus und Bratgut kann abtropfen und trocknen, statt im eigenen Saft zu liegen. Wenn ein Rezept ein Kuchengitter verlangt, geht es meist um eine bestimmte Konsistenz oder ein sauberes Ergebnis, etwa um einen Guss, der fest wird, ohne sich am Boden zu sammeln.
Kuchen und Brote können auf einem Gitter auskühlen, ohne dass sich darunter Feuchtigkeit sammelt. Andernfalls kann die Kruste zäh und die Unterseite feucht werden. Auch bei Keksen und feinem Gebäck ist ein Gitter nützlich, da die Resthitze eines heißen Blechs die Unterseite weiterbacken würde. Darüber hinaus erleichtert es das Glasieren: Überschüssiger Guss tropft ab, sodass die Schicht dünner und gleichmäßiger wird. Beim herzhaften Garen kann ein ofenfestes Gitter über einem Blech das Gargut anheben, damit die heiße Luft rundherum zirkuliert. Das fördert die Bräunung und lässt etwa bei Hähnchenflügeln oder Speck das Fett besser abtropfen.

Deutscher Zwetschgenkuchen mit Hefeboden und Zimtzucker

Mürbe Mandelkekse mit Zimt, Zitronenabrieb und Puderzucker

Knusprige niederländische Waffelröllchen mit Butter und Vanille

Deutscher Hefepflaumenkuchen mit frischen Pflaumen und Zimtzucker

In Buttermilch eingelegtes Fried Chicken mit knuspriger Würzpanade

In Rum getränkte Hefebiskuitküchlein mit Schlagsahne serviert
Ein häufiger Fehler ist ein weitmaschiges Gitter für kleines Gebäck. Weiche Kekse können sich in die Zwischenräume drücken, empfindliche Stücke beim Abheben brechen. Mitunter kommt das Gebäck auch zu früh auf das Gitter. Manche Kuchen müssen zunächst kurz in der Form ruhen, damit sie genügend Stabilität entwickeln, bevor sie gestürzt werden. Außerdem ist nicht jedes Kuchengitter ofenfest. Soll es zum Braten verwendet werden, muss es stabil sein, auf das Blech passen und darf sich bei großer Hitze nicht verziehen. Sonst liegt das Gargut schief und gart ungleichmäßig.
Römische Tarte aus Mürbeteig mit gesüßter Ricotta und einer Schicht Sauerkirschkonfitüre
Umbrischer Torcolo-Ringkuchen, goldbraun gebacken und mit einer leichten Glasur vollendet
Zarte Alfajores-Kekse, gefüllt mit Dulce de Leche und mit Puderzucker bestäubt
Marokkanische Walnusskekse mit Orangenblütenwasser und Zimt, anschließend mit Puderzucker bestäubt
Niederländische Mandelkranzkekse, zu Ringen geformt und hell goldbraun gebacken
Für den Backalltag ist ein flaches, engmaschiges Gitter am vielseitigsten. Es trägt auch kleine Kekse, lässt die Luft gut zirkulieren und hinterlässt keine tiefen Abdrücke. Wenn Sie häufig glasieren, sollte das Gitter sicher über einem Blech oder einer anderen Auffangfläche stehen, damit sich heruntertropfender Guss leicht auffangen und entfernen lässt. Beim Braten ist Stabilität wichtiger als eine besonders feine Maschenweite. Ein schwereres, wackelfreies Gitter macht das Wenden sicherer und hält das Gargut waagerecht, damit das Fett gleichmäßig abläuft. Ohne Gitter lässt sich Gebäck notfalls auf einem sauberen, kühlen Blech auskühlen. Wo der Dampf nicht entweichen kann, bleibt die Unterseite allerdings weicher.
Als Nächstes lohnt sich ein Blick auf die Zubereitungsart, denn Gitter dienen sowohl beim Auskühlen von Gebäck als auch beim knusprigen Braten dazu, Luftzirkulation, Bräunung und das Abtropfen von Flüssigkeit zu steuern. Der Schwierigkeitsgrad weist außerdem auf Rezepte hin, bei denen Fingerspitzengefühl gefragt ist, etwa beim Wenden von empfindlichem Gebäck oder beim Glasieren einer bereits festen Oberfläche.

Hähnchenschenkel in Tomatensauce mit Oliven und Rosmarin geschmort

Curry aus Senfblättern und Spinat, serviert mit Maisfladen

Putenhackbällchen in Marinara gegart und mit Spaghetti serviert

Rindfleisch-Burger mit gerösteten grünen Chilis und Cheddar

Süße Fadennudeln in Milch mit Kardamom und Safran

Würziges Curry aus gekeimten Mungbohnen, mit Farsan und Pav.

Pad Thai mit Tofu, Ei, Erdnüssen und Limette

Sushi-Reis-Bowl mit Miso-Aubergine, Edamame und Pickles
Nicht immer, doch wenn es auf die Konsistenz ankommt, ist es sehr hilfreich. Für knusprige Keksunterseiten oder eine gleichmäßige Brotkruste macht die Luftzirkulation unter dem Gebäck einen spürbaren Unterschied.
Wahrscheinlich konnte der Dampf unter den Keksen nicht entweichen, weil sie auf dem heißen Blech oder einer anderen flachen Unterlage lagen. Sobald sie stabil genug zum Anheben sind, sollten sie auf ein Gitter gelegt werden, damit sie richtig trocknen und auskühlen.
Nur wenn es ausdrücklich ofenfest ist. Manche Gitter sind ausschließlich zum Auskühlen gedacht und können sich bei hoher Temperatur verziehen oder ihre Beschichtung verlieren.
Gitter mit zusätzlichen Querstreben tragen kleine Stücke meist besser und verhindern, dass weiches Gebäck durchhängt. Entscheidend sind enge Abstände sowie ein Gitter, das eben und stabil steht.
Stellen Sie das Gitter über ein Blech oder eine andere Auffangfläche und überziehen Sie das Gebäck direkt darauf mit der Glasur. Überschüssiger Guss kann so abtropfen. Lassen Sie die Glasur anschließend ungestört fest werden, damit sie nicht verschmiert.
Zum Auskühlen eignen sich notfalls ein sauberes, kühles Backblech oder ein Holzbrett, allerdings bleibt die Unterseite darauf weicher. Zum Glasieren lässt sich ein Gitter improvisieren; dabei sind vor allem ein sicherer Stand und die anschließende Reinigung problematisch.
Wenn in einem Rezept ein Kuchengitter genannt wird, soll damit meist Dampf abgeleitet und die Oberfläche in der gewünschten Beschaffenheit erhalten werden. Wählen Sie ein Gitter, das die von Ihnen am häufigsten zubereiteten Speisen sicher trägt. So kühlen sie gleichmäßiger aus, Glasuren gelingen sauberer und die gewünschten Stellen bleiben knuspriger.

