
Lamm-Tajine mit Pflaumen
Lamm-Tajine mit Pflaumen und gerösteten Mandeln

Beim Schmoren garen die Zutaten langsam und zugedeckt in wenig Flüssigkeit. So werden Fleischstücke butterzart, Zwiebeln weich und geschmeidig und Saucen besonders ausgewogen im Geschmack. Entscheidend ist eine niedrige Temperatur: Die Flüssigkeit soll nur leicht köcheln, damit alles gleichmäßig gart und nicht durch starkes Kochen zerfällt.
Diese Zubereitungsart eignet sich besonders für Fleischstücke und Gemüsesorten, die Zeit brauchen. Am besten gelingt sie in einem Topf, der die Wärme gleichmäßig hält und einen gut schließenden Deckel hat.
Beim Schmoren garen meist größere Stücke, die nur teilweise in der Flüssigkeit liegen. Unter dem Deckel sorgen Dampf und sanftes Köcheln dafür, dass sie weich werden. Für einen Eintopf werden die Zutaten gewöhnlich kleiner geschnitten, vollständig mit Flüssigkeit bedeckt und in insgesamt mehr Flüssigkeit gegart. In der alltäglichen Küche sind die Übergänge fließend. Bei der Rezeptwahl ist die Unterscheidung dennoch hilfreich: Schmorgerichte bestehen häufig aus Stücken, die sich noch schneiden lassen oder so weich sind, dass sie mit dem Löffel zerteilt werden können. Dazu kommt eine Sauce, die bis zu einer fast sirupartigen Konsistenz einkocht.
Da der Topf zugedeckt bleibt, geht es beim Schmoren weniger um schnelles Verdampfen als um eine kontrollierte Temperatur und ausreichend Zeit. Bei zu großer Hitze kocht die Flüssigkeit stark, das Eiweiß zieht sich zusammen und die Sauce kann durch die heftige Bewegung trüb werden.

Lamm-Tajine mit Pflaumen und gerösteten Mandeln

Schweinelende in Milch mit Knoblauch und Salbei gegart

Geschmorte Entenkeulen in glatter Pflaumen-Mole mit Sesam

Rindfleischröllchen in Tomatensauce mit Knoblauch und Parmesan geschmort

Chicken cacciatore mit buttriger Parmesan-Polenta

Schweineschulter in Lagerbier mit Zwiebel und Kümmel geschmort
Ein schwerer Schmortopf mit Deckel ist der Klassiker, da er die Wärme gleichmäßig speichert und sich sowohl auf dem Herd als auch im Backofen verwenden lässt. Häufig wird im Backofen geschmort, weil der Topf dort rundum gleichmäßig erhitzt wird. So entstehen weniger heiße Stellen, an denen das Gericht am Boden ansetzen könnte.
Für kleinere Mengen eignet sich auch eine hohe Schmorpfanne mit dicht schließendem Deckel. Größere, flachere Schmorgerichte lassen sich in einem Bräter zubereiten, der fest mit Alufolie abgedeckt wird. Wichtig sind in jedem Fall ausreichend hohe Ränder, damit die Flüssigkeit nicht überkocht, sowie eine Abdeckung, die das Verdampfen begrenzt. So bleibt das Gericht beim Garen saftig.

Spanisch geschmortes Frühlingsgemüse mit Minze und Zitrone

Schweinelende in Milch mit Knoblauch und Salbei gegart

Hähnchen mit Zitrone, grünen Oliven und Thymian geschmort

Hähnchen in Tomaten und Weißwein mit Oliven geschmort

Geschmorte Entenkeulen in glatter Pflaumen-Mole mit Sesam

Rinder-Short Ribs in Rotwein geschmort mit Pilzen und Zwiebeln

Langsam gegarte Carnitas mit Orange und Gewürzen geschmort.

Polnische Schweineröllchen mit Pilzen und Zwiebel gefüllt

Römischer Lammeintopf mit Artischocken, Weißwein und Rosmarin

Sauerbraten mit süß-saurem Rotkohl serviert.

Sauerbraten mit Rosinen und Pfefferkuchen-Soße

Geschmorter Ochsenschwanz-Eintopf mit Rotwein und Gemüse
Am häufigsten bereitet eine zu stark kochende Flüssigkeit Probleme. Fleisch kann dadurch am Rand zäh werden und beim Zerteilen zerfasern, statt sich sauber schneiden zu lassen. Gemüse zerfällt unter Umständen zu stark. Lassen Sie die Flüssigkeit deshalb nur sanft köcheln und regulieren Sie die Temperatur bei Bedarf. Auch zu viel Flüssigkeit ist ungünstig: Beim Schmoren sollen die Zutaten nur in einem flachen Flüssigkeitsbad liegen, damit sich der Geschmack der Sauce konzentrieren kann. Ist der Topf vollständig gefüllt, ähnelt das Ergebnis eher gekochtem Fleisch in Brühe.
Auch beim abschließenden Einkochen ist Geduld gefragt. Wird die Sauce zu schnell und zu stark reduziert, kann sie scharf oder salzig schmecken. Viele Schmorgerichte profitieren davon, am Ende kurz ohne Deckel zu köcheln, allerdings erst nach Abschluss der eigentlichen Garzeit.
Für Schmorgerichte mit Fleisch eignen sich häufig Stücke mit viel Bindegewebe, das bei längerem Garen weich wird, etwa Schulter, Haxe, Beinscheibe oder Querrippe. Sie sind eine gute Wahl, wenn das Gericht bei niedriger Temperatur garen soll, ohne ständig umgerührt zu werden. Bei geschmortem Gemüse kommen entweder feste Sorten infrage, die ihre Form behalten, oder solche, die gezielt zu einer Sauce zerkochen sollen.
Für eine klare, leichte Sauce empfehlen sich Rezepte mit wenig Flüssigkeit, bei denen Gewürze und aromatische Zutaten sowie das Einkochen für Geschmack sorgen. Soll das Ergebnis kräftiger und dunkler werden, wählen Sie ein Rezept, bei dem die Zutaten vor dem Angießen angebraten werden. Die dabei entstehenden Röststoffe lösen sich während des Schmorens in der Flüssigkeit.
Die Garzeit ist bei Schmorgerichten ein wichtiges Auswahlkriterium. Diese Methode lebt von niedriger Hitze über einen längeren Zeitraum; häufig verbessert auch eine anschließende Ruhezeit die Konsistenz. Ebenso entscheidend ist die Ausstattung: Größe und Material des Topfes sowie seine Eignung für den Backofen bestimmen mit, welche Schmorgerichte sich besonders unkompliziert zubereiten lassen.

Knusprige Hähnchenbrust mit Parmesan-Kruste aus der Heißluftfritteuse.

Knusprige Hähnchen-Tenders aus der Heißluftfritteuse mit Parmesankruste.

Knusprige Pommes aus der Heißluftfritteuse mit fluffigem Kern.

Luftfrittierte Thai-Basilikum-Hähnchenhäppchen mit Soja- und Austernsauce.

Thailändisches grünes Rindercurry mit Kokosmilch und Aubergine

Knusprige Nordseegarnelenkroketten mit Muskat-Béchamelfüllung

Eingelegter Hering mit Zwiebelringen serviert

Hangzhou-Dongpo-Schweinebauch mit Shaoxing-Wein und Sojasaucen geschmort
Nicht immer. Durch das Anbraten entstehen jedoch Röstaromen, die der Sauce mehr Tiefe verleihen. Für ein leichteres Ergebnis oder eine einfachere Zubereitung verzichten manche Rezepte darauf, besonders bei empfindlichen Zutaten.
In der Regel sollte die Flüssigkeit nur ganz sanft köcheln. Starkes Kochen wirbelt den Topfinhalt auf, kann Eiweiß an der Oberfläche fest werden lassen und die Sauce trüben.
Üblicherweise so viel, dass die Zutaten nur teilweise in der Flüssigkeit liegen und nicht vollständig bedeckt sind. Die genaue Menge hängt von der Form des Topfes, den Zutaten und davon ab, wie dicht der Deckel schließt.
Möglicherweise muss es bei niedriger Temperatur noch länger garen. War die Hitze zu hoch, kann sich das Eiweiß zusammengezogen haben. Manche Fleischstücke durchlaufen außerdem zunächst eine feste Phase, bevor sie weich werden, wenn sich das Kollagen abbaut.
Ja, sofern sich die Hitze sehr niedrig und gleichmäßig halten lässt und am Topfboden nichts ansetzt. Im Backofen gelingt eine konstante Temperatur häufig leichter.
Viele Schmorgerichte werden durch Einkochen sämiger: Nehmen Sie gegen Ende den Deckel ab und lassen Sie die Sauce köcheln, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht. Je nach Rezept sorgen auch Mehl, Stärke oder püriertes Gemüse für Bindung.
Beim Schmoren kommt es vor allem auf die richtige Temperatur an: Die Flüssigkeit sollte nur leise köcheln, der Deckel gut schließen und das Gericht genügend Zeit haben, damit Fleisch oder Gemüse weich werden. Wählen Sie ein Rezept, das zu Ihrem Topf und Ihrem Zeitplan passt. So werden die Zutaten zart und die Sauce entwickelt einen harmonischen, ausgereiften Geschmack.

