Torta di Ricotta e Visciole (Ricotta- und Sauerkirschtarte)
Ricotta-Tarte nach römischer Art mit Zitrone, Vanille und einer Schicht Sauerkirschkonfitüre

Eine Tarte zeichnet sich durch ihren Aufbau aus: Der Teigboden mit Rand bleibt klar von der Füllung abgegrenzt. Unter diesen Begriff fallen ganz unterschiedliche Varianten, von flachen, knusprigen Obsttartes über höhere Tartes mit Eier- oder Sahnecreme bis zu herzhaften Ausführungen mit Gemüse, Käse oder Ei. Wer versteht, wie Teig und Füllung zusammenspielen, kann leichter die passende Tarte für jeden Anlass auswählen und besser einschätzen, ob sie sich sauber schneiden lässt, ihre Form behält oder mit einem Löffel serviert werden sollte.
Eine Tarte wird meist in einer Form mit festem Rand gebacken. Der Teig bildet einen klar umrissenen Boden mit Rand, in dem die Füllung liegt. Viele Tartes bleiben oben offen, weshalb die Oberfläche und die Festigkeit der Füllung besonders wichtig sind. Im Vergleich zu vielen gedeckten Kuchen oder Pasteten ist der Teig häufig knuspriger und mürber, und die Stücke sollen sich sauber schneiden lassen. In der Alltagsküche sind die Übergänge allerdings fließend. Praktisch entscheidend ist der Umgang mit Feuchtigkeit. Ein Tarteboden kann durch eine sehr feuchte Füllung oder langes Stehen weich werden. Deshalb wird er in vielen Rezepten vorgebacken, mit Ei bestrichen oder mit einer Füllung kombiniert, die beim Abkühlen fest wird.
Ricotta-Tarte nach römischer Art mit Zitrone, Vanille und einer Schicht Sauerkirschkonfitüre

Mürbeteig-Tartelettes mit Vanillecreme und frischem Obst

Mürbeteigtarte mit säuerlicher Tamarinden-Limetten-Füllung

Spanische Apfeltarte mit Vanillecreme und Aprikosenglasur

Zitronencreme-Tarte mit Pinienkernen

Blätterteig-Tarte mit Dijon-Senf, Tomaten und Gruyère
Süße Tartes lassen sich einigen typischen Gruppen zuordnen. Bei Obsttartes schützt häufig eine dünne Schicht den gebackenen Boden, bevor das Obst darauf angeordnet wird. Eine Glasur kann zum Schluss für Glanz sorgen. Tartes mit einer Eier- oder Sahnecreme werden sanft gebacken, bis die Füllung fest, aber noch geschmeidig ist und warm leicht wackelt. Schokoladen- und Nusstartes werden meist fester und können in schmaleren Stücken serviert werden. Herzhafte Tartes enthalten oft eine Eiermasse, Käse oder Gemüse, das zuvor gegart wurde, damit es weniger Flüssigkeit abgibt. Bei allen Varianten spielt die Höhe der Form eine Rolle: Flache Tartes betonen den knusprigen Teig und ergeben kompakte, gut essbare Stücke. Bei höheren Tartes steht eine weichere, gestockte Füllung im Vordergrund, die vom Teigrand eingefasst wird.
Flamiche nach Picardie-Art mit zartem Lauch, Eiern, Schlagsahne und Muskat
Baskischer Burnt Cheesecake mit karamellisierter Oberfläche und cremiger Mitte
Französische Tarte Bourdaloue mit Birnen, gebacken auf einer reichhaltigen Mandel-Frangipane-Füllung
Ricotta-Tarte nach römischer Art mit Zitrone, Vanille und einer Schicht Sauerkirschkonfitüre
Mürbeteigtarte mit Vanillepudding, belegt mit Beeren und Kiwi.
Buttrige französische Lauchtarte mit Crème fraîche, Eiern und würziger, herzhafter Eiercreme
Kersenvlaai ist eine niederländische Hefetarte mit süßen Kirschen, goldbraun gebacken
Knusprige Mürbeteigtarte mit Vanille-Crème pâtissière, belegt mit glasierten Erdbeeren
Rijstvlaai ist eine Hefetarte mit gebackener Vanillemilchreisfüllung.
Eine niederländische Hefetarte mit Aprikosen, gebacken bis sie fest und leicht gebräunt ist
Ein gekühlter Käsekuchen ohne Backen mit türkischem Kaffee und Kardamom.
Italienische Crostata mit Vanillepudding, frischem Obst belegt und leicht glasiert
Tartes schmecken am besten, solange der Boden knusprig ist. Serviertemperatur und Beilagen sollten daher so gewählt werden, dass er nicht durchweicht. Eine Tarte mit Eier- oder Sahnecreme kann pur oder mit säuerlichem Obst serviert werden, das dem Boden nicht zu viel Feuchtigkeit zuführt. Zu Obsttartes passt häufig eine cremige Beilage. Sie mildert die Säure und macht auch ein dünnes Stück gehaltvoller. Bei herzhaften Tartes bilden ein knackiger Salat oder leicht angemachtes Gemüse einen guten Gegenpol zu einer üppigen Eierfüllung. Wenn Sie Gästen eine Tarte servieren, sollten Sie auch an das Portionieren denken: Eine feste Tarte lässt sich für ein Büfett sauber schneiden. Weichere Füllungen servieren Sie besser als angerichtetes Dessert mit Löffel und einer schlichten Garnitur.
Über die Garmethode können Sie Tartes vergleichen, deren Boden blindgebacken wird, deren Creme besonders sanft stockt oder deren herzhafte Füllung nur kurz gebacken werden muss. Auch die Kategorie Gang oder Verwendung ist hilfreich, denn Tartes können vom festlichen Dessert bis zum herzhaften Mittagessen ganz unterschiedliche Rollen übernehmen. Entsprechend verändert sich auch die Art des Servierens.

Cremiges Apfel-Zimt-Porridge mit Honig und Walnüssen

Frittierte Frankfurter im Maismehlteig, heiß mit Senf serviert

Polnischer Eintopf mit Sauerkraut, Kohl, Schweinefleisch und Räucherwurst

Knusprige Tlayuda mit Bohnen, Oaxaca-Käse, Kohl und Avocado

Gebackener Salzkabeljau mit Kartoffeln, Zwiebeln und schwarzen Oliven.

Red-Velvet-Kuchen mit Frischkäse-Frosting geschichtet

In der Pfanne gebratene Masa-Fladen mit Bohnen, Salsa Verde und Käse

Ofenlachs mit Senf, Dill und Zitrone
Nein. Viele Tartes sind herzhaft und werden mit Gemüse, Käse oder einer Eiermasse gefüllt. Entscheidend sind der Teigboden mit Rand und die darin liegende Füllung.
Durch das Vorbacken wird der Boden fest und trocknet leicht. So bleibt er nach dem Einfüllen knusprig, besonders wenn die Füllung feucht ist oder nur langsam fest wird.
Eine Füllung, die beim Abkühlen ausreichend fest wird, und ein vollständig durchgebackener Teigboden. Sehr warme Tartes und sehr weiche Füllungen verlieren beim Anschneiden leichter ihre Form.
Häufige Ursachen sind ein nicht ausreichend gebackener Boden, eine sehr feuchte Füllung oder eine lange Standzeit vor dem Servieren. Manche Rezepte sehen deshalb eine schützende Schicht zwischen Teig und Füllung vor.
Häufig, aber nicht immer. Viele klassische Tartes bleiben offen, sodass die Füllung gut zur Geltung kommt. Es gibt jedoch auch vollständig oder teilweise bedeckte Varianten.
Das hängt von der Füllung ab. Tartes mit einer Eier- oder Sahnecreme sind heiß oft empfindlich und lassen sich nach dem Abkühlen besser schneiden. Viele herzhafte Tartes schmecken dagegen warm und behalten dennoch ihre Form.
Entscheiden Sie bei der Auswahl zuerst, welche Konsistenz der Boden haben soll: flach und knusprig oder etwas höher, damit er eine weichere Füllung trägt. Wählen Sie anschließend eine Füllung, die sich so schneiden und servieren lässt, wie Sie es planen.

