Cambridge Cream, gebrannt (Cambridge Burnt Cream)

Burnt Cambridge Cream ist die britische gebackene Creme, am bekanntesten für ihre kühle, weich gestockte Vanillemitte und die dünne Schicht karamellisierten Zuckers obenauf. Mit Schlagsahne (mind. 35% Fett), Eigelb und Vanille gemacht, wird sie sanft im Wasserbad gebacken, damit die Textur glatt bleibt statt fest oder gummiartig, und dann vollständig kalt gestellt. Der Zucker wird erst kurz vor dem Servieren karamellisiert und gibt dem Dessert sein typisches Knacken: warmer, glasiger Karamell gegen reichhaltige, kalte Creme. Es ist ein elegantes Dessert zum Vorbereiten, besonders praktisch, weil die Cremes im Voraus zubereitet und am Tisch oder direkt vor dem Servieren fertiggestellt werden können.
Küche Britischer Creme-Pudding
Zubereitungsart Gut zum Vorbereiten
Zeitaufwand Gut zum Vorbereiten

Warum dieses Rezept gelingt

  • Seidige Creme: Schlagsahne (mind. 35% Fett) und Eigelb ergeben eine reichhaltige, gestockte Creme, wenn sie schonend im Wasserbad gebacken wird.
  • Knisternde Kruste: Das Karamellisieren des Zuckers kurz vor dem Servieren ergibt eine spröde Kruste zur kalten, glatten Creme.
  • Gut vorzubereiten: Die Cremes können über Nacht gekühlt werden, sodass vor dem Servieren nur noch der Zuckerbelag fertigzustellen ist.

So gelingt dieses Rezept am besten

Hinweise zum Timing

  • Kühlen, bis sie vollständig fest ist: Die Cremes brauchen mindestens ein paar Stunden im Kühlschrank, damit sie kalt, fest und sauber gestockt sind.
  • Im letzten Moment karamellisieren: Den Zucker erst kurz vor dem Servieren aufstreuen und karamellisieren; die Kruste wird weich, wenn sie zu lange im Kühlschrank steht.
  • Vor dem Kühlen abkühlen lassen: Lass die Förmchen auf Raumtemperatur abkühlen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst, um die Textur zu schützen und übermäßige Kondensation zu vermeiden.

Tipps zur Textur

  • Für Glätte passieren: Wenn du die Creme durch ein Sieb streichst, entfernst du Vanilleschotenfasern und kleine gegarte Eipartikel.
  • Die Sahne sanft behandeln: Erwärme die Sahne nur bis sie dampft statt zu kochen, und rühre sie dann nach und nach in die Eigelbe, damit sie nicht stocken.
  • Auf das Wackeln achten: Nimm die Custards heraus, wenn die Ränder gestockt sind, die Mitte aber noch leicht zittert; beim Abkühlen werden sie fester.

Hinweise zu Zutaten

  • Schlagsahne verwenden: Schlagsahne gibt dem Custard seine typische Reichhaltigkeit und ein glattes, cremiges Stocken.
  • Vanilleschote oder -extrakt: Eine Vanilleschote liefert sichtbare Samen und ein rundes Aroma, während Vanilleextrakt eine praktische Alternative ist, wenn er abseits der Hitze zugegeben wird.
  • Zucker beeinflusst die Kruste: Feiner Zucker schmilzt gleichmäßig zu einer dünnen, glasigen Schicht; etwas heller brauner Zucker kann tiefere Karamellnoten hinzufügen.

Häufige Fehler

  • Nicht zu stark backen: Ein niedriger Ofen bei 150°C (300°F) und ein Wasserbad helfen dem Custard, sanft zu stocken, statt körnig zu werden.
  • Den Zucker gut im Blick behalten: Ob mit Küchenbrenner oder Grill: Hör auf, wenn der Zucker tief goldbraun und glasig ist, bevor er bitter wird.
  • Das Kühlen nicht auslassen: Zu frühes Servieren ergibt einen weichen Custard; durch Kühlen wird die Textur richtig fest und löffelbar.

Benötigte Küchengeräte

Zutaten
Zubereitung
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  1. Den Ofen auf 150°C (300°F) vorheizen. Stelle 4 Förmchen in eine tiefe Bratreine und koche einen Wasserkocher auf.
  2. Gieße die Schlagsahne (mind. 35% Fett) in einen Topf. Schneide die Vanilleschote längs auf, kratze das Mark heraus, gib dann auch die Schote dazu und erwärme alles bei niedriger Hitze, bis es dampft, aber nicht kocht.
  3. In einer Rührschüssel Eigelb mit 60 g des feinen Zuckers und dem feinen Meersalz glatt und etwas heller aufschlagen. Die heiße Vanillesahne langsam in einem dünnen Strahl einrühren.
  4. Die Creme durch ein Sieb in einen Messbecher gießen und dann auf die Förmchen verteilen. Heißes Wasser aus dem Wasserkocher in die Bratreine gießen, sodass es bis zur Hälfte an den Seiten der Förmchen hochsteht.
  5. 30 bis 40 Minuten backen, bis die Creme am Rand gestockt ist, in der Mitte aber noch leicht wackelt. Die Förmchen vorsichtig aus dem Wasserbad heben und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
  6. Die Cremes kalt stellen, bis sie vollständig kalt und fest sind. Abdecken und mindestens 2 Stunden, oder bis über Nacht für das sauberste Festwerden, im Kühlschrank kühlen.
  7. Kurz vor dem Servieren den restlichen feinen Zucker gleichmäßig über die Oberflächen streuen. Mit einem Küchenbrenner karamellisieren, bis er tief goldbraun und glasig ist, dann 2 Minuten stehen lassen, damit die Kruste fest wird, und kalt servieren.

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Rezeptnotizen

Tipps

  • Für die glatteste Creme die Sahne unter dem Siedepunkt halten und sie nach und nach in die Eigelbe einrühren, damit sie nicht stocken.
  • Wenn du keinen Küchenbrenner hast, stelle die gekühlten Förmchen unter einen sehr heißen Grill und beobachte sie ständig, bis der Zucker schmilzt und bernsteinfarben wird.
  • Wenn du für Schwangere, kleine Kinder, ältere Erwachsene oder immungeschwächte Personen servierst, verwende pasteurisiertes Eigelb und stelle sicher, dass die Creme vollständig fest ist.

Alternativen

  • Ersetze die Vanilleschote durch 2 TL Vanilleextrakt, den du abseits der Hitze in die warme Sahne einrührst.
  • Ersetze 20 g des feinen Zuckers durch hellbraunen Zucker, für ein etwas tieferes Karamellaroma in der Kruste.

Aufbewahrung

  • Im Kühlschrank bis zu 2 Tage
  • Bewahre die gebackenen Cremes abgedeckt im Kühlschrank auf und karamellisiere den Zucker erst kurz vor dem Servieren. Sobald er darauf ist, wird die Zuckerkruste nach etwa 30 Minuten im Kühlschrank weich.

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Rezeptübersicht

  • Portionen: 4 Portionen
  • Gesamtzeit: 3Std. 30Min. (25Min. aktiv)
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Küche: Britisch
  • Allergene:
    Eier Milch
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