
Zwetschgenkuchen (deutscher Pflaumenkuchen mit Hefeboden)
Deutscher Zwetschgenkuchen mit Hefeboden und Zimtzucker

Im September treffen zwei unterschiedliche Rhythmen aufeinander. An warmen Tagen sind weiterhin frische Gerichte mit wenig Aufwand gefragt, kühlere Abende machen dagegen Lust auf die ersten Blechgerichte, Suppen und langsam geköchelten Saucen. Jetzt sind vielseitige Rezepte besonders praktisch: Speisen, die heiß oder bei Zimmertemperatur schmecken, und Gerichte, die sich in größeren Mengen zubereiten lassen, ohne die Küche übermäßig aufzuheizen. Entscheidend ist weniger der Kalender als die Frage, wie Sie heute kochen möchten.
Der September ist weniger durch eine bestimmte Auswahl an Zutaten als durch wechselhaftes Wetter geprägt. Knackige, rohe Zutaten und kurze Garzeiten sind weiterhin gefragt. Zugleich wächst die Lust auf Gerichte, die lange warm bleiben und sich gut wieder aufwärmen lassen. Einige praktische Kniffe verbinden beide Jahreszeiten: Rösten konzentriert die Aromen ohne langes Köcheln, feste Blattsalate fallen nicht sofort zusammen, und eiweißreiche Zutaten sowie Hülsenfrüchte sättigen auch dann, wenn sie nur warm statt dampfend heiß serviert werden. Saucen und Dressings sind in diesem Monat ebenfalls besonders nützlich. Sie verbinden spätsommerliches Gemüse und Obst mit herbstlicheren Aromen wie Nüssen, Käse, Senf oder wärmenden Gewürzen.
An wärmeren Tagen bieten sich Rezepte an, bei denen Herd und Ofen nur kurz laufen: Salate mit einer einzigen gegarten Zutat, schnelle Pfannengerichte oder Gegrilltes mit einer kalten, knackigen Beilage. Sinken die Temperaturen, sind leichte, aber dennoch wärmende Ofengerichte gefragt, etwa Blechgerichte, Ofengemüse mit Würstchen oder Kichererbsen sowie portionierbare Nudelaufläufe. Wenn nicht alle gleichzeitig essen, sind typische Septembergerichte praktisch, die heiß und bei Zimmertemperatur gleichermaßen schmecken: Getreidesalate, Frittata, Platten mit geröstetem Gemüse und Sandwiches mit einem kräftigen Aufstrich oder Relish. Für eine herbstlichere Richtung wählen Sie Gerichte mit Brühe, einer cremigen Komponente oder einer überbackenen Kruste. Sie wirken von selbst wärmender und herzhafter.
Im September trifft frische Säure häufig auf kräftigere, vollere Aromen. Zitrone, Essig und Tomaten passen weiterhin, werden aber oft durch geröstete Nüsse, gebräunte Butter, Käse, Oliven, Sardellen, Miso oder Senf ergänzt. Zu zarten Kräutern gesellen sich nun robustere Sorten: Je nach Vorrat können Petersilie, Basilikum und Minze neben Thymian, Salbei oder Rosmarin stehen. Auch Obst wird in herzhaften Gerichten anders eingesetzt. Äpfel und Birnen bringen Biss in Salate, lassen sich aber ebenso gut rösten oder in der Pfanne karamellisieren. Beim Backen bieten sich jetzt Rezepte mit gewürztem Obst an sowie Kuchen und warme Desserts, die leichter als winterliche Nachspeisen, aber gehaltvoller als ein Sorbet im Hochsommer sind.
Wenn Sie im September wirklich saisonal kochen möchten, können Sie über die Suche nach Zutaten verfolgen, was an Ihrem Wohnort gerade am besten schmeckt, von späten Tomaten bis zu den ersten Äpfeln. Auch die Suche nach Anlass ist in diesem Monat nützlich: Der Alltag beginnt wieder, und gesellige Runden verlagern sich nach drinnen. Damit ändern sich auch die Anforderungen daran, was sich gut transportieren und warm servieren lässt.

Saures thailändisches Orangen-Fischcurry mit Tamarinde und Ananas

Gebratenes Hähnchen und Kartoffeln mit Zitrone, Knoblauch und Oregano

Cremiges Zitronen-Spargel-Risotto mit Butter und Parmesan

Tandoori-Hähnchen mit Salat, Gurke, Tomaten und Joghurt-Dressing

Scotch Eggs mit Bratwurstbrät und Senfmayonnaise-Dip

Warmer Friséesalat mit Speckwürfeln, pochiertem Ei und Senfdressing

Langsam gegarter Braten mit knuspriger Kruste und Petersiliensoße

Schweine-Carnitas-Tacos mit Tomatillo-Salsa verde
Je nach Woche kann er sommerlich oder herbstlich sein. Am besten versteht man den September als Überschneidung beider Jahreszeiten: Gerichte können warm oder bei Zimmertemperatur serviert werden und schmecken frisch, bringen aber schon etwas kräftigere Aromen mit.
Oft entscheiden Zubereitungsart und Serviertemperatur. Kurzes Grillen, wenig Garaufwand und knackige Salate passen weiterhin, an kühleren Abenden aber ebenso Ofengerichte, Aufläufe und Speisen mit Brühe.
Nicht unbedingt. Einige vielseitige Würzzutaten sind jedoch hilfreich: Senf, Essig, eine gute Brühe oder Brühwürfel sowie etwas kräftig Salziges wie Käse, Oliven oder Sardellen. Damit wechseln Sie mühelos von frisch zu wärmend, ohne Ihre Vorräte vollständig umzustellen.
Viele eignen sich gut, weil Gerichte nun häufiger bei Zimmertemperatur gegessen werden. Besonders praktisch sind Speisen, die ihre Konsistenz behalten, etwa Getreidesalate, Ofengemüse, Frittata und feste, gut belegte Sandwiches.
Wählen Sie eine wärmende Zubereitungsart, halten Sie die Aromen aber frisch. Rösten und Backen machen ein Gericht herzhafter, während Zitrone, Kräuter, Joghurtsaucen oder ein säuerliches Dressing verhindern, dass es bereits winterlich wirkt.
Im September dürfen Sie verschiedene Stile mischen. Halten Sie für warme Tage einige schnelle, frische Gerichte bereit und für kühlere Abende ein paar wärmende Ofenrezepte. Entscheiden Sie einfach nach der Tagestemperatur.

