Abbacchio alla Romana (Lamm nach römischer Art geschmort)

In der römischen Küche ist abbacchio alla Romana ein unkompliziertes, aber intensiv aromatisches Lamm-Schmorgericht, das meist als großzügiger Hauptgang serviert wird, wobei der Bratensaft über das Fleisch gelöffelt wird. Stücke mit Knochen werden für mehr Tiefe angebräunt und dann sanft mit Knoblauch, Rosmarin, Weißwein und Brühe geköchelt, bis sie zart sind. Sardelle ist hier eine Schlüsselwürze: Sie löst sich im Bratensaft auf und bringt herzhafte Tiefe, statt einen deutlichen Fischgeschmack zu geben. Ein letzter Spritzer Zitrone schärft die reichhaltige Soße und hält das Gericht lebendig, wodurch es gut zu einfachen Beilagen wie Bratkartoffeln, Grünem oder knusprigem Brot passt.
Küche Römische Hausmannskost
Geschmacksprofil Herzhaft • Kräuterig • Frische Säure
Techniken Anbräunen • Schmoren • Sauce einkochen
Wichtiges Zubehör Schmortopf
Zubereitungsart One-Pot-Gericht • Gut zum Vorbereiten
Zeitaufwand Langsam gegart

Warum dieses Rezept gelingt

  • Kräftige herzhafte Basis: Das vorherige Anbraten des Lamms baut kräftige Röstaromen auf, während der Wein die Bratrückstände in die Sauce löst.
  • Sanftes Schmoren: Sanftes Köcheln bei niedriger Hitze gibt Lamm am Knochen Zeit, zart zu werden, ohne auszutrocknen.
  • Klarer Abschluss: Am Ende zugegebener Zitronensaft durchbricht die Fülle und hebt die Rosmarin-, Knoblauch- und Sardellensauce hervor.

So gelingt dieses Rezept am besten

Tradition und Varianten

  • Würzung nach römischer Art: Die Kombination aus Lamm, Rosmarin, Knoblauch, Weißwein und Sardelle ist eng mit dieser römischen Zubereitung verbunden.
  • Sardelle gehört zur Sauce: Die Sardelle schmilzt in den Bratensaft, statt deutlich fischig zu schmecken, und gibt dem Schmorgericht herzhafte Tiefe.

Hinweise zu Zutaten

  • Lamm mit Knochen verwenden: Stücke mit Knochen geben der Sauce mehr Körper und helfen dem Fleisch, beim Schmoren saftig zu bleiben.
  • Rosmarinwahl: Frischer Rosmarin ergibt ein klareres, aromatischeres Ergebnis, aber getrockneter Rosmarin funktioniert, wenn du ihn früh zugibst, damit er weich wird.
  • Zitrone nach und nach zugeben: Beginne mit etwas Zitronensaft und passe dann nach Geschmack an, damit die Sauce frisch ist, ohne scharf zu werden.

Häufige Fehler

  • Das Lamm nicht überfüllen: Brate die Stücke portionsweise an, damit sie richtig bräunen, statt zu dämpfen.
  • Sanft schmoren: Ein gleichmäßiges, sanftes Köcheln bei niedriger Hitze macht das Lamm zart und verhindert, dass die Sauce zu stark einkocht.
  • Sauce ohne Deckel einkochen: Das abschließende Köcheln ohne Deckel konzentriert den Bratensaft zu einer glänzenden Sauce, die am Lamm haftet.

Tipps zum Vorbereiten

  • Gut vorzubereiten: Das geschmorte Lamm hält sich gut in seiner Sauce, und der Geschmack kann nach dem Kühlen runder werden.
  • Schonend aufwärmen: Erwärme das Lamm abgedeckt bei niedriger Hitze mit einem Schuss Brühe, falls nötig, bis es überall durch und sehr heiß ist.
  • Zum Einfrieren geeignet: Friere das abgekühlte Lamm mit seiner Sauce ein und taue es dann über Nacht im Kühlschrank auf, bevor du es wieder erhitzt.

Benötigte Küchengeräte

Zutaten
Zubereitung
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  1. Das Lamm trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Die Knoblauchzehen schälen und leicht andrücken. Von den Zweigen ein paar Rosmarinnadeln abstreifen und die Zweige für den Topf aufbewahren.
  2. Erhitze das Olivenöl in einem Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze. Das Lamm portionsweise anbraten, bis es rundum gut gebräunt ist, 8 bis 10 Minuten pro Portion, dann das gesamte Lamm wieder in den Topf geben.
  3. Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und Knoblauch, Rosmarinzweige und Rosmarinnadeln zugeben. 1 bis 2 Minuten garen, bis es duftet, dabei rühren und den Topfboden abkratzen.
  4. Die Sardellenfilets zugeben und 30 bis 60 Sekunden rühren, bis sie beginnen, im Öl zu schmelzen. Den Wein angießen und lebhaft aufkochen lassen, dabei alle Bratrückstände lösen.
  5. Die Hühnerbrühe zugeben, wieder sanft köcheln lassen, dann abdecken und bei niedriger Hitze 60 bis 70 Minuten garen. Die Lammstücke ein- bis zweimal wenden, bis das Fleisch zart ist und sich zu lösen beginnt.
  6. Den Deckel abnehmen und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, damit die Garflüssigkeit zu einer glänzenden Sauce einkocht, die das Lamm leicht überzieht. Die Rosmarinzweige und den Knoblauch entfernen und entsorgen, wenn du eine klarere Sauce bevorzugst.
  7. Die Zitrone halbieren und den Saft hineinpressen, beginnend mit der Hälfte und nach Geschmack mehr hinzufügen. 1 Minute köcheln lassen, dann die eingekochte Pfannensauce zum Servieren über das Lamm löffeln.

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Rezeptnotizen

Tipps

  • Das Lamm richtig anbraten: Eine tief goldbraune Farbe am Fleisch gibt der fertigen Sauce ihre Fülle.
  • Den Schmoransatz sanft köcheln lassen statt sprudelnd kochen, damit das Lamm zart bleibt und die Sauce sauber einkocht.
  • Wenn du für gefährdete Gruppen servierst, stelle sicher, dass das Lamm durchgehend sehr heiß ist und die Sauce nach Zugabe des Zitronensafts gut köchelt.

Alternativen

  • Ersetze trockenen Weißwein durch die gleiche Menge Hühnerbrühe für ein alkoholfreies Schmoren.
  • Ersetze frischen Rosmarin durch 1 TL getrockneten Rosmarin, zusammen mit dem Knoblauch zugeben, damit er Zeit hat, weich zu werden.
  • Ersetze Sardellenfilets durch 1 EL Sardellenpaste, die du einrührst, nachdem der Knoblauch duftet.

Aufbewahrung

  • Im Kühlschrank bis zu 3 Tage
  • Vollständig abkühlen lassen, dann mit der Soße in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. In einer abgedeckten Pfanne bei niedriger Hitze mit einem Schuss Hühnerbrühe vorsichtig erhitzen, bis alles durch und durch heiß ist; bis zu 2 Monate einfrieren und vor dem Aufwärmen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

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Abbacchio alla Romana (Lamm nach römischer Art geschmort)
Bild von JustRecipes
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Rezeptübersicht

  • Portionen: 4 Portionen
  • Gesamtzeit: 1Std. 50Min. (25Min. aktiv)
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Küche: Italienisch
  • Allergene:
    Fisch
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