Filostrudel mit Kürbis, Spinat und Ricotta
Warum dieses Rezept gelingt
- Weiche Füllung, knusprige Hülle: Gerösteter Kürbis und Ricotta ergeben eine zarte Mitte. Dünne, gebutterte Filolagen bilden eine knusprige Hülle ohne schweren Teigboden.
- Salbei gleicht die Kürbissüße aus: Knoblauch und Salbei geben dem süßen Ofengemüse herzhafte Würze. Muskatnuss bleibt in der Ricottafüllung dezent im Hintergrund.
- Eine Rolle lässt sich gut portionieren: Während der kurzen Ruhezeit wird die Füllung mit Ei fester. Vier großzügige Scheiben lassen sich am vegetarischen Festtagstisch leicht verteilen.
So gelingt dieses Rezept am besten
Hinweise zu Zutaten
- Den geputzten Kürbis wiegen: Die angegebene Menge bezieht sich auf Fruchtfleisch ohne Schale und Kerne. Nach dem Schälen und Entkernen wiegen und anschließend wie beschrieben schneiden.
- Den Spinat kräftig ausdrücken: Das Pressen im Sieb entfernt oberflächliches Wasser, kräftiges Ausdrücken aber deutlich mehr. Überschüssiger Spinatsaft macht den Boden weich.
- Festen Ricotta wählen: Ricotta aus Vollmilch gibt Fülle und Festigkeit. Sichtbare Molke vor dem Vermengen abtropfen lassen, damit die Füllung ihre Form hält.
Häufige Fehler
- Das Gemüse vor dem Rollen abkühlen lassen: Warme Füllung gibt im ungebackenen Teig Dampf ab. Kürbis zum Abkühlen ausbreiten und Spinat ausdrücken, bevor er zum Ricotta kommt.
- Die Lagen dünn bestreichen: Eine dünne, gleichmäßige Butterschicht hält die Blätter getrennt. Große Butterpfützen machen die fertige Kruste schwer und fettig.
Tipps zum Vorbereiten
- Das Gemüse am Vortag garen: Gegarten Kürbis und Spinat zügig in flachen Behältern abkühlen lassen und innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Innerhalb von 24 Stunden verwenden und dann mit den übrigen Füllungszutaten vermengen.
- Erst kurz vor dem Backen rollen: Gegartes Gemüse und abgetropften Ricotta getrennt im Kühlschrank aufbewahren. Den Strudel erst kurz vor dem Backen zusammensetzen, damit der Filoteig keine Feuchtigkeit aufnimmt.
- Scheiben offen aufwärmen: Auf einem offenen Backblech kann der Teig wieder trockener werden. Die Temperaturangaben zur Aufbewahrung beachten und für eine knusprige Hülle auf die Mikrowelle verzichten.
Serviervorschläge
- Die Füllung an den Schnittflächen zeigen: Die Scheiben mit etwas Abstand und sichtbaren Schnittflächen auf einer langen Platte anrichten. Ein Sägemesser verwenden, damit die empfindlichen Schichten erkennbar bleiben.
- Einen frischen Gegenpol ergänzen: Ein grüner Salat mit säuerlichem Dressing gleicht die reichhaltige Füllung aus. Das Dressing vom Teig fernhalten, bis der Teller am Tisch steht.
Benötigte Küchengeräte
Zutaten
Füllung
Filoteighülle
Zubereitung
- Den Backofen auf 200°C (390°F) vorheizen und ein Blech von 35 × 40 cm mit Backpapier auslegen. Das Kürbisfleisch in 1,5 cm große Würfel schneiden, mit 15 ml Öl, der Hälfte des Salzes und dem gesamten Pfeffer vermengen und nebeneinander auf dem Blech verteilen; übriges Öl und Salz für den Spinat zurückbehalten.
- 20–25 Minuten rösten und einmal wenden, bis der Kürbis weich und an den Rändern leicht goldbraun ist. Inzwischen den Ricotta in einem feinen Sieb über einer Schüssel bis zur Verwendung abtropfen lassen.
- Während der Kürbis röstet, den Spinat waschen, Knoblauch und Salbei fein hacken und das zurückbehaltene Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch und Salbei 30 Sekunden anbraten, dann den Spinat nach und nach mit dem übrigen Salz zugeben und in 3–4 Minuten zusammenfallen lassen. In ein Küchensieb geben, überschüssige Flüssigkeit ausdrücken und etwas abkühlen lassen, dann kräftig ausdrücken und hacken.
- Den gerösteten Kürbis nebeneinander auf einen flachen Teller geben und etwa 20 Minuten abkühlen lassen, bis er nicht mehr warm ist. Die Ofentemperatur auf 190°C (375°F) reduzieren und das Blech mit frischem Backpapier auslegen.
- Das Ei in einer Rührschüssel verquirlen und den abgetropften Ricotta sowie Muskatnuss unterrühren. Abgekühlten Kürbis und gut ausgedrückten Spinat vorsichtig unterheben, sodass einige Kürbisstücke ganz bleiben.
- Die Butter schmelzen und 10 g für die Oberfläche zurückbehalten; mit den übrigen 50 g die Filoblätter beim Aufeinanderlegen auf Backpapier bestreichen, eine lange Seite zeigt dabei zum Körper. Die Füllung entlang dieser Seite in einem etwa 28 × 10 cm großen Streifen verteilen und an beiden Enden 5 cm sowie am vorderen Rand 3 cm frei lassen. Die seitlichen Ränder über die Füllung klappen und mithilfe des Papiers vom Körper weg zu einer Rolle formen, die mit der Naht nach unten liegt.
- Den Strudel auf das vorbereitete Blech heben, mit der reservierten Butter bestreichen und oben drei kleine Dampfschlitze einschneiden. 40–45 Minuten backen, bis der Teig kräftig goldbraun und knusprig ist und die Füllung im Kern 74°C (165°F) erreicht; bei zu schneller Bräunung locker mit Alufolie abdecken.
- 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann vorsichtig auf ein langes Servierbrett oder eine Platte legen. Mit einem Sägemesser und sanften Sägebewegungen in vier großzügige Portionen schneiden, ohne den knusprigen Teig zusammenzudrücken.
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Rezeptnotizen
Tipps
- Noch nicht verwendete Filoblätter beim Schichten unter einem sauberen, leicht feuchten Tuch aufbewahren. Reißt ein Blatt, die nächste Lage überlappend über den Riss legen, statt das Blatt wegzuwerfen.
- Die Füllung muss vor dem Einrollen abgekühlt sein und darf keine Flüssigkeitspfützen enthalten. Sehr feuchten Ricotta länger im Kühlschrank abtropfen lassen und diese zusätzliche Zeit vor Beginn einplanen.
- Das Rezept ergibt eine Rolle von etwa 30 cm Länge. Die vier Hauptgerichtportionen auf warmen Tellern servieren und jede Scheibe von unten mit einem breiten Pfannenwender stützen.
Alternativen
- Den frischen Spinat durch 200 g tiefgekühlten Spinat ersetzen, im Kühlschrank auftauen und sehr gründlich ausdrücken. Vor dem Abkühlen kurz mit Knoblauch und Salbei erwärmen.
- Den frischen Salbei durch 1 Teelöffel getrockneten Salbei ersetzen und mit dem Knoblauch zugeben.
Aufbewahrung
- Im Kühlschrank bis zu 2 Tage
- Übrige Scheiben innerhalb von 2 Stunden in einem flachen, verschlossenen Behälter bei höchstens 4°C (40°F) in den Kühlschrank stellen und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Auf einem Backblech bei 180°C (355°F) etwa 20 Minuten erhitzen, bis die Füllung 74°C (165°F) erreicht. Der Teig ist nach dem Aufwärmen empfindlicher; die Scheiben mit einem breiten Pfannenwender servieren und zügig essen.
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Rezeptübersicht
- Portionen: 4 Portionen
- Gesamtzeit: 2Std. 10Min. (45Min. aktiv)
- Schwierigkeitsgrad: Mittel
- Küche: Deutsch
-
Allergene:
Eier Gluten Milch Weizen
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